Dieses Mal ging es schnell – Shutdown in den USA endet mit Einigung
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
die gute Nachricht zuerst: Der Teilstillstand von US-Regierungsgeschäften ist beendet. Präsident Donald Trump setzte mit seiner Unterschrift ein Haushaltspaket in Kraft und beendete damit den sogenannten Shutdown. Zuvor hatte das US-Parlament im Haushaltsstreit den Weg für ein Ende des teilweisen Regierungsstillstands freigemacht. Das Repräsentantenhaus billigte in einer knappen Abstimmung ein Finanzierungspaket, nachdem der Senat als zweite Parlamentskammer bereits zugestimmt hatte.
Es klingt mehr als nur ein bisschen verrückt: Mit einem Schuldenstand von über 200 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung ist Japan einer der am höchsten verschuldeten Staaten der Welt. Gleichzeitig ist Japan mit einer Nettoauslandsposition (NIIP) von über drei Billionen US-Dollar der weltweit größte Gläubiger.
Dieses seltsame Modell funktionierte jahrelang, weil die japanische Zentralbank Unmengen an Staatsanleihen der Regierung in Tokio aufkaufte und so die Zinsen niedrig hielt. Das in Japan durchaus reichlich vorhandene Kapital suchte sich derweil lieber seinen Weg ins Ausland, wo höhere Renditen lockten.
Außerdem wurde Japan durch die niedrigen Zinsen zur Basis für sogenannte „Yen-Carry-Trades“: Dabei nehmen Investoren günstige Yen-Kredite auf, um hochverzinsliche Vermögenswerte anderswo zu kaufen. Dass der Yen in den vergangenen fünf Jahren rund 50 Prozent an Wert gegenüber Dollar und Euro verloren hat, erleichtert es zusätzlich, diese Kredite zu tilgen.
Experten warnen vor einer plötzlichen Gegenbewegung: Wenn die Renditen in Japan dauerhaft steigen und damit wieder attraktiv werden, könnten japanische Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionsfonds Kapital zurückholen.........
