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Es gibt so viele Milliardäre wie nie – das muss aber kein Problem sein

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27.02.2026

Die nüchternen Zahlen sind eindeutig. Laut „World Inequality Report“, „Credit Suisse Global Wealth Report“ und „Forbes“ hat sich das Vermögen der globalen Milliardäre in letzter Zeit schneller vermehrt als die weltweite Wirtschaftsleistung. Mehr als 3000 Menschen verfügen heute über Milliardenvermögen mit historischen Höchstständen. Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt deutlich über 40 Prozent des globalen Vermögens.

Entscheidend ist nicht nur die absolute Höhe dieser Megavermögen, schicksalsträchtig ist auch ihr Verhältnis zur politischen Ordnung. Wo sich wirtschaftliche und politische Macht überschneiden, entstehen Gefahren.

Betrachten wir einige Exempel aus Vergangenheit und Gegenwart: Silvio Berlusconi in Italien, Sebastián Piñera in Chile, Andrej Babis in Tschechien, Ilham Aliew in Aserbaidschan, Wladimir Putin oder Donald Trump. Dennoch ist die Zahl amtierender Staats- oder Regierungschefs mit bestätigtem Milliardärsstatus weltweit gering.

In Teilen Osteuropas oder in rohstoffreichen Monarchien wie Saudi-Arabien ist es anders. Dort verschränken sich politische Eliten, Familienvermögen und Staatsressourcen enger.

Die nüchternen Zahlen sind eindeutig. Laut „World Inequality Report“, „Credit Suisse Global Wealth Report“ und „Forbes“ hat sich das Vermögen der globalen Milliardäre in letzter Zeit schneller vermehrt als die weltweite Wirtschaftsleistung. Mehr als 3000 Menschen verfügen heute über Milliardenvermögen mit historischen Höchstständen. Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt deutlich über 40 Prozent des globalen Vermögens.

Nicht jeder politische Akteur ist formell Milliardär, aber wirtschaftliche Macht und politische Kontrolle sind institutionell kaum getrennt. Transparenzindizes von Transparency International zeigen, dass in Staaten mit hoher Vermögenskonzentration häufig auch Korruptionsrisiken steigen.

Betrachten wir einige Exempel aus Vergangenheit und Gegenwart: Silvio Berlusconi in Italien, Sebastián Piñera in Chile, Andrej Babis in Tschechien, Ilham Aliew in Aserbaidschan, Wladimir Putin oder Donald Trump. Dennoch ist die Zahl amtierender Staats- oder Regierungschefs mit bestätigtem Milliardärsstatus weltweit gering.

In Teilen Osteuropas oder in rohstoffreichen Monarchien wie Saudi-Arabien ist es anders. Dort verschränken sich politische Eliten, Familienvermögen und Staatsressourcen enger.

Nicht jeder politische Akteur ist formell Milliardär, aber wirtschaftliche Macht und politische Kontrolle sind institutionell kaum getrennt. Transparenzindizes von Transparency International zeigen, dass in Staaten mit hoher Vermögenskonzentration häufig auch Korruptionsrisiken steigen.


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