„Made in Europe“ – oder doch bald: Made by China in Europe?
Der industriepolitische Vorstoß von VW-Konzernchef Oliver Blume und Stellantis-CEO Antonio Filosa klingt zunächst nach Selbstbehauptung. Europa soll seine Autoindustrie schützen, Wertschöpfung sichern, Abhängigkeiten verringern. „Made in Europe“ lautet das Versprechen.
Doch der Haken an der Idee ist gewaltig. So dürften die Autochefs mit ihrem Plädoyer auch ihren ärgsten Konkurrenten neue Vorteile verschaffen: Chinas Autobauern.
Blumes und Filosas Vorschlag sieht vor, dass, wer in Europa Wertschöpfung verankert, bei CO₂-Regeln und Förderprogrammen Vorteile genießen soll.
Entscheidend sind dabei die Herkunft von Software und Batterien sowie der Produktionsstandort – nicht, wem das Geschäft gehört. Genau darin liegt das Problem.
Schon heute zeigt sich, wie schnell chinesische Hersteller EU-Regeln aushebeln und für sich nutzen. Auf Strafzölle auf Elektroautos „Made in China“ reagieren sie mit mehr Exporten von Plug-in-Hybriden. Zugleich bereiten sich Konzerne wie BYD, Geely und Chery darauf vor,........
