Steuerschock bei Indien-Investitionen – Am Ende kommt die Rechnung
So kräftig wie Indien wächst seit Jahren keine große Volkswirtschaft. Die Wirtschaftsleistung legt um sechs bis sieben Prozent im Jahr zu. In der Rangliste der bedeutendsten Wirtschaftsnationen überholt das Land nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds in diesem Jahr Japan und in drei Jahren dann auch Deutschland. Indien wird dann die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sein, nur übertroffen von den USA und China.
Der Wunsch, an diesem Aufstieg teilzuhaben, ist verständlich. Er kann aber auch sehr riskant sein – zumindest, wenn man es mit den Steuerbehörden des Landes zu tun bekommt. Das jüngste Beispiel liefert der US-amerikanische Wagniskapitalgeber Tiger Global, der in den vergangenen Jahren eifrig in indische Start-ups investiert hat.
Einer der größten Erfolge des Investors holt ihn nun wieder ein. Es geht um den Verkauf eines 17-Prozent-Anteils an der indischen E-Commerce-Firma Flipkart an den US-Einzelhandelskonzern Walmart im Jahr 2018 für 1,6 Milliarden Dollar. Das Geschäft galt damals in Indiens Start-up-Szene als einer der größten Exits eines ausländischen........
