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Das Vertrauen im Verhältnis droht verloren zu gehen

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03.04.2026

Das Vertrauen im Verhältnis droht verloren zu gehen

Stand: 03.04.2026, 17:01 Uhr

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FR-Autor Baha Kirlidokme stellte nach einschlägigen Fällen von Gewalt im digitalen Raum die provokante Frage: „Sind wir Männer alle potenzielle Täter?“ (FR-Politik vom 27. März). Uns erreichten etliche Antworten der FR-Leser sowie einiger -Leserinnen, sowohl an forum@fr.de als auch via Instagram. Hier veröffentlichen wir eine repräsentative Auswahl davon.

Jede Unmenschlichkeit muss bekämpft werden

Selbstverständlich sollen sich Männer zu frauenverachtendem, -misshandelndem Verhalten äußern und sich Gedanken darüber machen, ob und wieweit sie selbst betroffen sind.

Ich bin sicher kein Feminist, aber schon als Kind so erzogen worden, dass man seine Mitmenschen zu achten hat und sie als gleichberechtigt und ebenbürtig wahrnimmt und behandelt. Die berüchtigten „Herrenwitze“ konnte ich noch nie leiden, ebenso wenig wie „Herrenabende“ und ähnliche Zirkel, die sich besonders gern mit frauenfeindlichen Themen beschäftigten (weshalb man eben unbedingt unter sich sein musste).

Es war mir schon immer schleierhaft, wie es jemand fertigbringen kann, andere Menschen nur wegen ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe oder Herkunft herabzuwürdigen. Gerade in einer Zeit, in der man ständig auch bei uns Nachrichten über Misshandlung (physisch und psychisch) und Tötung von Frauen zur Kenntnis nehmen muss, darf man nicht mit Schweigen reagieren.

Jede Art von Unmenschlichkeit (gegenüber Migranten, Flüchtlingen, Menschen anderer Hautfarbe und eben dem weiblichen Geschlecht) kann nur bekämpft werden, indem jeder, der besserer Einsicht ist, dies brandmarkt – soweit es ihm möglich ist, auch öffentlich.

Dies ist nicht das Aufspielen als feministischer Vorkämpfer (was wäre so schlecht daran?) und nimmt auch nicht den Frauen die Bühne, wie Herr Kirlidokme schreibt. Vielmehr ist es eine geradezu selbstverständliche Unterstützung des jahrhundertealten Kampfes der Frauen, als gleichwertiger Mitmensch in allen Bereichen behandelt zu werden.

Noch gilt die Unschuldsvermutung

Solange jemand nicht durch ein Gericht verurteilt worden ist, gilt normalerweise........

© Frankfurter Rundschau