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AfD-Politiker filmt Studierende heimlich – und „die Krönung“ kommt zum Schluss

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11.02.2026

Stand: 10.02.2026, 13:47 Uhr

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Ein AfD-Landtagsabgeordneter filmt Studierende und baut juristischen Druck auf. Die Hochschule wehrt sich – gegen Widerstände. Ein Gastbeitrag über den Vorfall von der Leitung der TU Berlin.

Berlin – Dies ist ein Gastbeitrag von Geraldine Rauch, Präsidentin der TU Berlin, und Judith Wamser, persönliche Referentin der Präsidentin der TU Berlin.

Rechtsextreme, demokratiefeindliche Tendenzen nehmen auch in Deutschland rapide zu. Akteur*innen aus dem rechtsextremen Spektrum gehen dabei äußert organisiert und systematisch vor. Angriffe laufen über mediale Diffamierungen, juristische Drohszenarien und einen breit gestreuten Aufbau von Druck gegen Individuen und Organisationen. Auch an deutschen Hochschulen haben wir das Thema breit diskutiert.

Rauch ist seit 2022 Präsidentin der TU Berlin. Sie ist Universitätsprofessorin für Medizinische Biometrie. Sie studierte Mathematik in Bremen und habilitierte im Fach Medizinische Biometrie in Heidelberg.

Wamser ist persönliche Referentin der Präsidentin der TU Berlin. Sie hat Nachhaltiges Management an der TU Berlin und Culture, Organization and Management an der Vrije Universiteit Amsterdam studiert.

Während in universitären Vorträgen und Veranstaltungsreihen jedoch meist eher akademisch diskutiert wird, laufen hinter den Kulissen bereits breit angelegte Angriffe. Von besonderer Bedeutung ist dabei das immer wieder das von der AfD behauptete – und überzeichnete – Gebot parteipolitischer Neutralität der Hochschulen. Von einem dieser Angriffe möchten wir erzählen. Weil das Erlebte zeigt, wie dreist das Vorgehen ist, wie breit der Druck gestreut wird, wie systematisch versucht wird, das schwächste Glied zum Fallen zu bringen.

Es ist Dienstagnachmittag, als ein Anruf von der Pressesprecherin unserer Hochschule kommt: „Die AfD ist vor Ort. Es gibt einen Streit mit Studierenden vor einem Gebäude“. Als sich eine Mitarbeiterin vor Ort begibt, um sich ein Bild zu machen, konfrontiert sie direkt ein........

© Frankfurter Rundschau