FR-üh dran: Vier Jahre Ukraine-Krieg – der Kreml hat sich verrechnet
FR-üh dran: Vier Jahre Ukraine-Krieg – der Kreml hat sich verrechnet
Stand: 24.02.2026, 06:01 Uhr
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Auch vier Jahre nach Russlands Invasion in der Ukraine ist kein Ende des Kriegs in Sicht. Putin ignoriert Russlands Verluste, Selenskyj hofft auf Verhandlungen. Die Lage am Morgen in „FR-üh dran“.
FR-üh-Radar – das steht heute an: Am heutigen Dienstag jährt sich der Ukraine-Krieg zum vierten Mal. Weltweit stehen Gedenkveranstaltungen für die zahllosen Opfer auf dem Programm, während man weiter auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen über ein Ende des Krieges wartet. In „FR-üh dran“ widmen wir uns dem traurigen Jubiläum und beschreiben, welche Weichenstellungen in den kommenden Tagen anstehen.
Wir erklären Ihnen, wie es dazu kam: Russlands Präsident Wladimir Putin gab am frühen Morgen des 24. Februar 2022 den Befehl zum Angriff auf die Ukraine. Der Kreml rechnete mit einem schnellen Sieg und einem raschen Ende der sogenannten „Spezialoperation“. Die Hauptstadt Kiew wollte man innerhalb von 72 Stunden einnehmen. Doch die Ukraine leistete erbitterten Widerstand. Präsident Wolodymyr Selenskyj mobilisierte internationale Unterstützung und wurde zum Symbol des Widerstands. Seitdem tobt der Ukraine-Krieg und Russland muss jeden Meter an der Front mit hohen Verlusten bezahlen.
Hier erfahren Sie, worum es geht, worauf es ankommt und woran es hängt: Auch nach vier Jahren Ukraine-Krieg ist ein Frieden nicht in Sicht. Das liegt hauptsächlich daran, dass Putin in den Verhandlungen über eine Waffenruhe zu keinen Zugeständnissen bereit ist. Putin baut darauf, dass Russlands Bevölkerung weiter bereit ist, den immer größer werdenden Blutzoll zu zahlen, den sein Krieg ihr abverlangt. Gleichzeitig steigt die Kriegsmüdigkeit sowohl in der Ukraine als auch bei ihren westlichen Verbündeten. Selenskyj will einen Waffenstillstand und ist dafür auch bereit, Zugeständnisse an Russland zu machen. Doch der Kreml bleibt stoisch bei seinen Maximalforderungen, die Selenskyj so nicht akzeptieren kann.
Espresso-Argumente für die Kaffeeküche
Mit diesen Argumenten punkten Sie bei der politischen Debatte in der Kaffeeküche: „Selenskyj sollte sich in den Ukraine-Verhandlungen fügen“ – Der ukrainische Präsident ist verhandlungsbereit und hat bereits mehrere Angebote an Putin gemacht. Dessen Vorschlag für einen Frieden in der Ukraine sieht aber sogar die Abgabe von Gebieten vor, die Russland auch nach vier Jahren Ukraine-Krieg nicht hat erobern können.
KolumneSchule in Hessen: Rückschlag für Inklusion
„Auch ein Waffenstillstand ist noch besser als weiter Krieg“ – Nichts wäre den Menschen in der Ukraine mehr zu wünschen, als dass die Waffen nach vier Jahren schweigen. Aus Sicht Selenskyjs gibt es aber keinen Grund, Putin zu vertrauen. Die Gefahr, dass Russland eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg als Atempause für die eigenen Truppen nutzt, nur um danach noch härter zuschlagen zu können. Die Geschichte zeigt: Autokraten interpretieren Kompromisse als Schwäche. Das gilt auch und besonders für Putin.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands
„Die Ukraine kann sowieso nicht gewinnen“ – Putin hat seine Ziele im Ukraine-Krieg bislang verfehlt. Russland kontrolliert weniger ukrainisches Territorium als noch zu Kriegsbeginn und leidet immer mehr unter der internationalen Isolation und der resultierenden Wirtschaftskrise. Die Ukraine muss auch gar nicht ganz Russland besiegen – sie muss nur verhindern, dass Putin seine Ziele erreicht. Das gelingt entgegen aller Erwartungen noch immer.
Lesen Sie hier schon heute, was als Nächstes passieren wird: Eine Pause wird der Ukraine-Krieg wohl auch an seinem Jahrestag nicht einlegen. Die Verhandlungen zwischen Russland und den USA über ein mögliches Ende sollen diese Woche in Genf fortgesetzt werden.
FR-üh dran – die Lage am Morgen
„FR-üh dran – die Lage am Morgen“ informiert Sie jeden Morgen über den wichtigsten Termin des Tages. Wir fassen zusammen, was ansteht, wie es dazu kam und was daraus folgt. Außerdem rüsten wir Sie als FR-Leser:in mit Argumenten für die politische Debatte in der Kaffeeküche, am Mittagstisch und auf dem Schulhof.
Auf unserer Themenseite finden Sie alle Ausgaben von „FR-üh dran - die Lage am Morgen“ in der Übersicht und noch mehr gute Gründe, warum „FR-üh dran“ zu Ihrem täglichen Morgenritual werden sollte.
Sie sind anderer Meinung, Ihnen fehlen Argumente oder Sie haben ein Thema, dem wir uns in der Kolumne annehmen sollen? Dann schreiben Sie uns oder diskutieren Sie mit in der Kommentarspalte unter diesem Artikel.
1460 Tage – so lange dauert Putins „Spezialoperation“ bereits. Das sind nur 108 Tage weniger als der gesamte Erste Weltkrieg, der 1568 Tage währte. Jeden Tag steigen die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg. Putins Armee soll laut manchen Erhebungen bereits mehr als 1,2 Millionen Soldaten verloren haben. Bei der Ukraine gehen internationale Beobachter:innen von etwa 140.000 Toten aus. Laut der britischen Regierung kommen auf jeden getöteten Soldaten der Ukraine etwa 25 russische Soldaten. Doch Putin zeigt sich unbeeindruckt, und so setzt sich das Gemetzel an der Front fort. Wie lange noch, weiß auch am heutigen Jahrestag des Ukraine-Kriegs niemand.
