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Für das IOC verkaufen sich die NS-Spiele gut

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12.02.2026

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wirbt auf einem T-Shirt mit den Spielen von 1936 in NS-Deutschland. Das Hemd findet reißenden Absatz und ist ausverkauft. Das IOC sieht kein Problem. Geschichtsvergessener geht es nicht.

So sieht dem NS-Regime genehme Ästhetik aus: Die goldene Figur eines mit Lorbeer bekränzten arischen Recken mit antikisch nacktem Oberkörper streckt, in Untersicht abgebildet, dem Betrachter seinen Quadratkiefer entgegen und wird von den olympischen Ringen wie von einer fünffachen Gloriole geheiligt. Im Vordergrund schiebt sich einschüchternd dunkel wie ein monumentaler Schattenriss die ebenfalls von unten gesehene Quadriga der Siegesgöttin vom Brandenburger Tor diagonal ins Bild.

Wer dieses Bild – möglichst im Großformat – anschaut, soll klein vor ihm werden und einen Schauer der Erhabenheit verspüren. Schriftzeilen wie „Olympic Games“ für das inter­nationale Publikum und „Berlin 1936“ vervollständigen das von dem Grafiker Franz Würbel geschaffene offizielle Plakat der Sommerspiele, die Hitlers Regime in ein........

© Frankfurter Allgemeine