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Brüssels Dirigismus schadet der Autoindustrie

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21.01.2026

Europa braucht einen Neustart bei den Emissionsregeln für Autos. Die EU sollte dabei mehr Rücksicht auf den Markt nehmen.

Wie weit Ideologie und Fakten im Streit um die Automotoren auseinanderklaffen, zeigte jüngst die spanische Regierung: In der Diskussion um eine Lockerung des Verbrennerverbots von 2035 an positionierte sich Spanien als Verfechter der bisherigen Verbotsregel und somit für den Zwang zum möglichst schnellen Umstieg auf Elektroautos. Gleichzeitig standen in dem Land im Sommer 2025 jedoch nur 3500 mittelschnelle und schnelle Ladesäulen mit mehr als 150 Kilowatt Leistung zur Verfügung. Dabei ist Spanien flächenmäßig größer als Deutschland, das inzwischen mehr als 33.000 solcher Ladesäulen hat.

Zu dieser Denkweise der Verfechter des Verbrennerverbots passen auch die Argumente von Umwelt-Lobbyorganisationen wie Transport & Environment. Bei der Präsentation des Verbands zur geplanten Lockerung des Verbrennerverbots drehte sich alles um die Frage, wie groß die Abweichung vom Kurs Richtung 100 Prozent Elektromobilität werden könnte, wenn das bisherige Verbrennerverbot aufgeweicht würde. Er rechnete vor, dass eine Erlaubnis von zehn Prozent verbleibenden CO2-Emissionen im Jahr 2035 zu einem Rückgang des Zulassungsanteils rein elektrischer Autos von 100 auf 75 Prozent führen werde.

Keine........

© Frankfurter Allgemeine