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Wozu noch Bücher?

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13.03.2026

Deutsche Nationalbibliothek : Wozu noch Bücher?

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt seit 1913 alles, was in Deutschland gedruckt wird. Wolfram Weimar ist das zu viel. Den notwendigen Neubau der Institution will er auch nicht mehr fördern. Warum?

Wer in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) die Zeitschrift „Schwarzer Elch“ sucht, wird enttäuscht werden. Das Periodikum, erschienen 1980 und womöglich auch noch etwas später in Gelnhausen, ist zwar in der Zeitschriftendatenbank unter der Nummer 3221625-7 erfasst, aber mit dem Vermerk, es sei im Bestand „noch nicht vorhanden“.

Ob sich das ändert? Die Deutsche Nationalbibliothek hat seit ihrer Gründung den Auftrag, alle Publikationen zu sammeln und zu bewahren, die seit 1913 in Deutschland erschienen sind. Das können Bücher und Zeitschriften sein, aber auch CDs und neuerdings digitale Veröffentlichungsformen. Für die Sammlungen an den Standorten Leipzig und Frankfurt, die je ein Exemplar erhalten, ist es egal, ob es dabei um ledergebundene Klassikerausgaben geht, um Heftchenromane oder um Schülerzeitungen wie den „Schwarzen Elch“. Jeden Tag wächst der Bestand um 13.100 Medien, davon 3.300 analoge, der Rest digitale.

Die Sonntagsrede ist........

© Frankfurter Allgemeine