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Ohne Fleisch sauber

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01.03.2026

Vegetarier wider Willen : Ohne Fleisch sauber

Weil die Rinder in Südamerika mit anabolen Steroiden gemästet werden, rät die Welt-Anti-Doping-Agentur Tennisprofis vom Verzehr ab. Da lernt man doch die eigene Kantine zu schätzen.

Da wollen wir nach halbwegs getaner Büroarbeit unsere Energiespeicher mit Herzhaftem füllen. Und was gibt’s in der Kantine? Irgendwas mit Tofu. Klopse auf Erbsenmehlbasis. Viel Reis mit Gemüse, an ungeraden Tagen viel Gemüse mit Reis.

Currywurst und Pommes, langjährige Karrierebegleiter, haben nun offenbar Hausverbot. Dafür gibt’s Grünzeug satt, damit wir pumperlgesund bleiben und nicht schon mit 75 aufhören zu arbeiten, sondern weiter den Rentenbeitragssatz stützen.

WADA rät von Fleischverzehr ab

Nun haben wir erfahren, dass andere Leute mit weniger auskommen müssen: So bekommen die Tennisspieler beim Profiturnier in Acapulco gar kein Fleisch mehr aufgetischt. Dadurch sollen sie vor einem positiven Dopingtest bewahrt werden. Die Rinder in Mexiko und Kolumbien werden mit so vielen anabolen Steroiden gemästet, dass die Welt-Anti­-Doping-Agentur vom Verzehr abrät.

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Positive Tests, mit denen sich Tennisverbände herumschlagen müssen, sind wohl durch kontaminiertes Fleisch aus Kolumbien verursacht worden. Verfahren vor dem Sportgerichtshof sind anhängig. Weil die Profis aber reichlich Proteine benötigen, jubeln ihnen mexikanische Ernährungsberater nun Fisch, Eier und dergleichen unter.

Wenn wir es recht bedenken: Fleischfrei und sauber dabei, so lässt’s sich auch gut leben.

Thomas KlemmSportredakteur.


© Frankfurter Allgemeine