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Hat Israel kein Recht mehr auf Trauer?

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08.10.2026

IsraelHass-Demo : Hat Israel kein Recht mehr auf Trauer?

Ausgerechnet am 7. Oktober marschieren hunderte Israelhasser durch Berlin. Das ist nicht einfach eine Geschmacklosigkeit. Das ist eine Herausforderung. Ein Vorzeichen.

Goldener Herbsttag in Berlin. Wohl das letzte Mal auf absehbare Zeit ist die Stadt voller Sonnenstrahlen und kurzer Hosen. Ein Tag, an dem die Menschen am Wasser sitzen und die Eisdielen noch einmal hohen Umsatz machen. Ein Tag, der von seinem schicksalhaften Datum weit entfernt scheint: Es ist der 7. Oktober, jener Schreckenstag, an dem Terroristen der Hamas vor drei Jahren etwa 1200 Menschen in Israel töteten und mehr als 240 in den Gaza-Streifen verschleppten. Ein Tag, an dem der wohl größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust geschehen ist. Und ein Tag, der zum brutalen Krieg zwischen Israel und der Hamas führte, dem im Gaza-Streifen bis heute wiederum zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind.

Ein Schicksalstag also, der in der deutschen Bundeshauptstadt seine eigene ikonographische Sprengkraft besitzt. Unvergessen die Bilder von feiernden propalästinensischen Demonstranten, die spontan Süßigkeiten auf der Neuköllner Sonnenallee verteilten, um den Terrorangriff auf Israel zu feiern.

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Die beschämend beschönigende Rede einer „Selbstverteidigung“ ist in Berlin seitdem immer wieder zu hören, um den brutalen Terror als Freiheitskampf des palästinensischen Volkes umzudeuten. Eine Rede, die im Angesicht des gesetzlosen Einsatzes der israelischen Armee im Gaza-Streifen und in den Siedlergebieten immer akzeptierter zu werden scheint. Auch manche Schauspieler und Staatsrechtlerinnen reden inzwischen so und wählen eine Partei, die sich links nennt, sich aber gegenüber dem Staat Israel wenig solidarisch zeigt. Und durchaus auch von einer Klientel geschätzt wird, die ihre Rachegefühle gegen Jüdinnen und Juden als Rachegefühle gegen die........

© Frankfurter Allgemeine