Kai Wegner, ein Chef mit guten Seiten
Der Berliner Bürgermeister glänzte mit modernem Führungsverständnis. Leider nicht in jeder Hinsicht.
Auf den ersten Blick hat der CEO alles richtig gemacht, was moderne Personalführung betrifft. Bemerkenswert ist schon, dass er zwei der wichtigsten Vorstandsposten mit Frauen besetzte: Sowohl für die Energieversorgung als auch für die Sicherheit seines Unternehmens sind weibliche Führungskräfte zuständig. Noch dazu ist eine von ihnen auch seine Vorgängerin an der Firmenspitze, eine so ungewöhnliche wie heikle Konstellation. Ein moderner Mann wie er hält das offenbar aus.
Dazu muss man sagen, dass er bei der Personalauswahl offenbar keine ganz schlechte Hand hatte. Die beiden Kolleginnen wirkten jedenfalls kompetent, über die Sachlage informiert, dazu gewandt im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden. Ein moderner Chef sollte in einer solchen Lage nicht unbedingt den Drang haben, sich nach vorne zu spielen: Er muss in der Lage sein zu delegieren, und wenn es läuft, sollte er nicht im Weg herumstehen und die Arbeit seiner Fachleute behindern. Dabei muss er im Zweifel sogar in Kauf nehmen, dass andere die Lorbeeren einheimsen und er selbst gelegentlich blöd danebensteht.
Natürlich, ein Stadtstaat wie Berlin ist kein........
