Die Reform der Riester-Rente ist gut, greift aber zu kurz
Vorsorge für den Ruhestand : Die Reform der Riester-Rente ist gut, greift aber zu kurz
Die Anpassungen der Riester-Rente sind richtig. Verbraucher haben nun mehr Wahlfreiheit, und das kann zu höheren Erträgen führen. Doch ein wesentlicher Baustein der Altersvorsorge fehlt noch.
Vor einem Vierteljahrhundert hat ein Paradigmenwechsel in der deutschen Altersvorsorge begonnen. Bis kurz vor der Jahrtausendwende war Norbert Blüms Diktum, die Rente sei sicher, handlungsleitend für die Bundespolitik. Das korrigierte das letzte Kohl-Kabinett schließlich, indem es Rentensteigerungen mit einem Demographiefaktor dämpfte. Die eigentliche Zäsur in der Altersvorsorge bewirkte aber die Riester-Rente, nach Gerhard Schröders Sozialminister Walter Riester benannt.
Der Grundgedanke der Reform war richtig. Deshalb ist zu begrüßen, dass die aktuelle schwarz-rote Regierung keinen völligen Neuanfang in der staatlichen Förderung anstrebt, sondern eine behutsame Weiterentwicklung. Der gute Gedanke war, dass die unter demographischem Druck stehende gesetzliche Rentenversicherung durch Kapitaldeckung ergänzt wird. Ein Wunsch indes wurde nie erreicht: dass Bürger mit staatlicher Hilfe stärker am Produktivkapital der Wirtschaft teilhaben.
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Das liegt am Vertriebsmodell, auf das sich die damaligen Koalitionäre SPD und Grüne verständigten, und an........
