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Mit Burnham gegen Thatcher

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19.07.2026

Neuer Premierminister : Mit Burnham gegen Thatcher

Der neue britische Premier denkt, mit mehr Staatseingriffen in der Wirtschaft könnte er das Land nach vorn bringen. Sein Programm ist bislang diffus. Es könnte unangenehme Überraschungen geben.

Andy Burnham kommt mit guter Laune, aber ohne ein ausgearbeitetes Programm in die Downing Street 10. Der frühere Bürgermeister von Manchester, den König Charles nun zum neuen britischen Premierminister ernennt, steht vor schweren Aufgaben: Er muss ein gespaltenes, frustriertes Land wieder einen und aufrichten. Unter seinem glücklosen Vorgänger hatte sich die bittere Polarisierung noch vertieft.

Ob der neue Labour-Frontmann diese überwinden kann, muss sich zeigen. Burnham wirkt bürgernäher als der technokratische Jurist Keir Starmer. Er stilisierte sich als „König des Nordens“ in Abgrenzung zum Establishment in Westminster. Die unter Starmer tief gesunkene Labour-Partei, die in den Kommunalwahlen im Frühjahr ein Desaster erlebte, hofft auf eine Wende, so dass sie im Kampf mit Nigel Farages Partei Reform UK wieder nach vorne kommt. Die Chance besteht; Farage ist durch Spendenaffären ins Straucheln geraten.

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© Frankfurter Allgemeine