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Die Demokratie der Konsumenten schützen

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07.03.2026

Verbotsdebatte : Die Demokratie der Konsumenten schützen

Die Eltern, nicht der Staat, müssen Kindern den Umgang mit sozialen Medien beibringen. Die Verantwortung dafür darf nicht wieder auf der Allgemeinheit abgeschoben werden.

Es ist ein irritierender Gegensatz: Seit Monaten verkündet die Bundesregierung, dass sie Unternehmen mit weniger Bürokratie belasten wolle. Zugleich aber arbeiten CDU und SPD auf ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren hin und für „jugendfreie“ Versionen der Plattformen für unter 16-Jährige. Mehr Freiheit für die Unternehmen, weniger Freiheit für die Bürger?

Darauf liefe ein Verbot sozialer Medien für Jugendliche hinaus. Jüngere von Internetplattformen auszuschließen bedingt, jeden Nutzer auf sein Alter zu überprüfen. Das wäre ein heftiger Eingriff in die Souveränität von Millionen Verbrauchern, die in den sozialen Medien nur Unterhaltung oder Information suchen.

Ähnlich grotesk wäre es, den Käufern von Zeitungen aufzuerlegen, ihr Alter nachzuweisen. Vielleicht kommt ein Politiker auch noch auf die Idee, dass Verbraucher ihre Cholesterinwerte zeigen müssen, bevor sie zuckerhaltige Lebensmittel kaufen dürfen. Solche absurden Regulierungen des Konsums verstoßen gegen die Demokratie der Konsumenten, die den Kern der........

© Frankfurter Allgemeine