Die Europäer haben noch ein Ass im Ärmel
Die EU steht in der Auseinandersetzung mit Trump nicht so blank da, wie oft behauptet wird. Gerade den amerikanischen Tech-Giganten könnte sie viel Schaden zufügen. Doch eine Schwachstelle hat sie.
Dank Büchern wie „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ ist die Öffentlichkeit schon seit einiger Zeit mit einem linken Pazifismus vertraut, der es vorzieht, dem Angreifer Teile des eigenen Landes zu überlassen, als Soldatenleben aufs Spiel zu setzen. Dass es eine noch schäbigere Variante auch von liberaler Seite geben kann, bewies am Montag die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. In einer Kolumne forderte sie die Europäer auf, mit Donald Trump gütlich über die Grönlandfrage zu verhandeln; die Strafzölle, mit denen er acht europäischen Ländern gedroht hat, falls sie nicht in den Verkauf Grönlands einwilligen, seien zu hoch, um eine Eskalation zu riskieren. Die Integrität der NATO, die Souveränität Dänemarks, ja sogar die staatliche Selbstbestimmung der Grönländer, sollte das wohl heißen, sind keine Wirtschaftskrise wert.
Doch wer säße in einem möglichen Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union eigentlich am längeren Hebel? In Wahrheit ist die Lage keineswegs so eindeutig, wie von Grimm behauptet. Nur ein Fünftel........
