Der Kulturkampf ist nicht zu Ende
Nach Attentat auf Trump : Der Kulturkampf ist nicht zu Ende
Beide Parteien sollten verbal abrüsten in Amerika. Die Linke darf es mit ihren Faschismusvorwürfen nicht übertreiben.
Dass der amerikanische Präsident und mit ihm viele andere Politiker, Journalisten und Würdenträger bei dem Attentat am Samstag nicht zu Schaden kamen, darüber kann man nur froh und erleichtert sein. Leider muss man das in solchen Fällen heute ausdrücklich sagen.
Die Reaktionen auf die Ermordung des MAGA-Aktivisten Charlie Kirk haben erst vor ein paar Monaten gezeigt, dass es nicht mehr selbstverständlich ist, politischen Gegnern nicht den Tod zu wünschen oder sich darüber zu freuen. Das aber ist ein Kern zivilisierter, rechtsstaatlicher und demokratischer Politik: Man trachtet nicht nach der persönlichen Zerstörung des Gegners, sondern man ringt um Inhalte und bei Wahlen um Mehrheiten.
Trump hat die rhetorischen Grenzen, die es da zu beachten gilt, selbst unzählige Male überschritten. Das ist aber kein Grund, diesen oder die vorherigen Versuche, ihm das Leben zu nehmen, als eine Art gerechte Strafe oder gar als legitimen Akt des Widerstands zu betrachten. Für seine politischen Entscheidungen muss Trump Rechenschaft ablegen vor dem Kongress, vor dem Wähler oder vor Gerichten. Ein Einzelner ist nicht ermächtigt,........
