Die gescheiterte Integration in Frankreich
Unruhen : Die gescheiterte Integration in Frankreich
Eine verrohte Minderheit aus der überwiegend dritten Einwanderergeneration trägt die Gewalt in die Innenstädte. Politisch wurde sie der Linkspartei überlassen.
Auf die schwersten Unruhen in Frankreich seit dem Banlieue-Aufstand im Herbst 2005 hat Präsident Emmanuel Macron erschreckend ratlos reagiert. In seiner Ansprache an die Nation stellte er jedoch eine wichtige Frage: „Wie können Franzosen Frankreich so etwas antun?“ In der Antwort, die Macron seinen Landsleuten vorenthielt, liegt die Tragik der französischen Situation.
Die Plünderer, Brandstifter und Zerstörer, die sich auch am Sonntagabend wieder in kleinen, mobilen Banden zusammenrotteten, um in der Innenstadt von Paris oder Marseille ihr Unwesen zu treiben, verfügen zwar über einen französischen Pass. Aber es ist kein Rassismus zu sagen, dass sie sich dem französischen Gemeinwesen nicht im Geringsten verpflichtet fühlen.
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Die Zerstörungswut einer desillusionierten Banlieue-Jugend richtete sich im Herbst 2005 gegen ihre unmittelbare Umgebung. Autos, Schulen und andere städtische Einrichtungen gingen damals in den Vorstädten in Flammen auf, Geschäfte wurden geplündert. Zwei Jahrzehnte später trägt eine verrohte Minderheit aus der überwiegend dritten Einwanderergeneration die Gewalt in die Innenstädte Frankreichs.
Nihilistischen Gegenkultur der Gewaltverherrlichung
Die Randalierer wurden größtenteils als Franzosen geboren, aber sind........
