Die Axt am Aufschwung
Irankrieg : Die Axt am Aufschwung
Ökonomen sind zuversichtlich, was die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs für Deutschland angeht. Doch auf einen echten Aufschwung sollte niemand mehr wetten.
An den Tankstellen sind die Folgen des Irankriegs längst angekommen, in der Gesamtwirtschaft noch nicht. Glaubt man den Frühjahrsprognosen der Konjunkturforscher, wird sich daran auch nur wenig ändern: Selbst wenn Öl- und Gaspreise auf derzeitigem Niveau verharrten, falle das Wirtschaftswachstum nur um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte geringer aus, errechnet das Institut DIW.
Das wäre erfreulich, allerdings ist Skepsis angebracht. Kein Mensch kann heute genau vorhersehen, wie viel Kaufkraft asiatischen Ländern verloren gehen wird, in denen Energie heute schon knapp wird. Auch die Preise für Lebensmittel dürften stärker steigen, falls die in ärmeren Ländern drohende Düngemittelknappheit voll durchschlägt.
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Für Exportunternehmen und Verbraucher in Deutschland sind das keine rosigen Aussichten. Sie gesellen sich zu der ohnehin vorhandenen Verunsicherung angesichts wechselnder Zölle und ausbleibender Wirtschaftsreformen. Auf einen spürbaren Aufschwung, der den Menschen mehr Wohlstand und dem Staat höhere Einnahmen beschert, sollte niemand mehr wetten.
Johannes PennekampVerantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung.
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung.
