Was folgt aus einem Fehler?
Brexit-Debatte : Was folgt aus einem Fehler?
In Großbritannien glauben nur noch wenige, dass der EU-Austritt ein Erfolg war. Trotzdem ist nicht gesagt, dass das Land zurückkehrt.
Nein, der britische Premierminister Andrew Burnham hat nicht den unmissverständlichen Willen bekundet, sein Land wieder zum Mitglied der Europäischen Union zu machen. Er hat bloß einen Stein in den Teich der öffentlichen Meinung des Vereinigten Königreichs geworfen, der dort nun Wellen schlagen soll.
Das hat fürs Erste funktioniert: Schon bestätigen Umfragen den seit einer Weile herrschenden Meinungstrend, dass eine Mehrheit der Briten lieber wieder zur EU gehören würde. Allerdings liegt diese Mehrheit nicht sehr solide über 50 Prozent, und sie wackelt, wenn Zusatzfragen gestellt werden, etwa nach der Mitgliedschaft im Schengen-Raum oder dem Beitritt zur europäischen Währung.
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Burnham muss sich auch erinnern lassen an seine erst wenige Monate alte Beteuerung, er wolle die Brexit-Frage „im Moment“ lieber ruhen lassen, um nicht die alten verletzenden Debatten über den EU-Austritt wiederzubeleben, die jahrelang die politische Entscheidungskraft des Landes lähmten. Schon haben die alten Brexit-Recken zum Widerstand aufgerufen. Nigel Farage, der einflussreichste Befürworter des Auszugs aus Europa, hat gar beteuert, Burnham........
