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Deutschlands Stromsystem am Limit

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22.05.2026

hellbrisen : Deutschlands Stromsystem am Limit

Auch am Pfingstwochenende wird der Strommarkt wieder verrückt spielen. Solaranlagen müssen endlich besser gesteuert und das System digitalisiert werden.

Für Arbeitnehmer sind lange Wochenenden eine feine Sache – ermöglichen sie doch ein paar Tage Kurzurlaub im Frühsommer, idealerweise bei Sonnenschein. Doch auch an Pfingsten wird das deutsche Stromsystem wieder an seine Grenzen stoßen: Für Samstagmittag wird Strom am Day-Ahead-Markt für minus 35 Euro je Megawattstunde gehandelt. Noch extremer waren die Preise am 1. Mai: Minus 499 Euro je Megawattstunde – weniger geht nicht.

Das Muster ist immer dasselbe: In ganz Deutschland scheint die Sonne, sodass Solarstrom tagsüber das System flutet, auch der Wind weht, während gleichzeitig nur sehr wenig Strom nachgefragt wird („Hellbrise“). Dass es an Christi Himmelfahrt besser aussah, hatte das Stromsystem einzig und allein Tief Doreen mit seinen Wolken zu verdanken.

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Die immer öfter auftretenden negativen Preise – in diesem Jahr schon in etwa 200 Stunden, nach 573 Stunden im vergangenen Jahr – sind aus zwei Gründen problematisch. Erstens: Der Staat verbrennt Geld. Denn alle bis Ende Februar vergangenen Jahres installierten Solaranlagen erhalten auch in jenen Stunden die Erneuerbaren-Einspeisevergütung nach dem EEG, in denen ihr Strom dem System........

© Frankfurter Allgemeine