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Die zweite Etappe des rentenpolitischen Irrwegs

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09.04.2026

Klingbeils Reformrezept : Die zweite Etappe des rentenpolitischen Irrwegs

Die Rente stärker an die Zahl der Beitragsjahre koppeln? Das lindert kein Demographieproblem, keine Altersarmut. Die unselige „Rente ab 63“ würde zum Prinzip. Ob die Union das schon versteht?

Unsachgemäßes Hantieren mit der Kennzahl „Rentenniveau“ hat die gesetzliche Rente und den Bundeshaushalt in den schwierigen Zustand gebracht, in dem sie jetzt sind: Ohne eine Korrektur des verschwenderischen Rentenpakets, das Union und SPD im Dezember als „Stabilisierung des Rentenniveaus“ etikettiert haben, laufen beide auf den finanziellen Kollaps zu – mit allen negativen Folgen für kommende Generationen und für die ohnehin geschwächte Wirtschaft.

Doch statt daraus zu lernen, bereitet die Regierung eine neue Etappe des Irrlaufs vor, nun unter dem Motto: „Die Rente stärker an die Zahl der Beitragsjahre koppeln.“ So malt sich nicht nur SPD-Chef Lars Klingbeil seine neue „Reformagenda“ aus. Auch die Union bis hin zu Kanzler Merz lässt sich schon so wohlwollend dazu ein, dass es an das erste Rentenpaket erinnert. Sie billigte es erst blauäugig und merkte später, in welche politischen Widersprüche sie damit geriet.

Höhe der Einzahlung weniger wichtig

„Beitragsjahre stärker berücksichtigen“ – das klingt ja fast noch schöner als „stabiles Rentenniveau“. Kurz zur Erinnerung: Unter letzterem Motto hat die Koalition den Anstieg der Renten und der Rentenausgaben um gut 200 Milliarden Euro allein bis........

© Frankfurter Allgemeine