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Zerplatzte Illusionen im Jemen

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18.09.2026

Huthi-Vormarsch : Zerplatzte Illusionen im Jemen

Die Zeit strategischer Kurzsichtigkeit muss ein Ende haben. Es braucht einen breiten Schulterschluss, um die Huthi einzudämmen – und amerikanische Feuerkraft.

Viele Jahre fristete der Konflikt im Jemen ein Schattendasein jenseits der Schlagzeilen. Diese Zeiten sind vorbei, jetzt, da die Huthi-Rebellen den Seekrieg entdeckt haben und den Bab al-Mandab, das Tor der Tränen, eine der wichtigsten Meerengen überhaupt, im Würgegriff halten. Eine Arena für regionale Machtkämpfe war das bitterarme Land schon zuvor. Iran mehrte als Hauptsponsor der Huthi im Windschatten von Krieg und Chaos seinen Einfluss, auch im Roten Meer. Für den Westen schien der Krisenherd im Süden der Arabischen Halbinsel trotzdem in weiter Ferne zu liegen.

Der jüngste Eroberungszug der Huthi hat mit diesem Irrglauben endgültig aufgeräumt. Den Entscheidungsträgern in den Hauptstädten der Region, Europas und auch in Washington muss jetzt eines klar sein: Die jemenitischen Rebellen sind zu einem ernsten Problem für die ganze Welt geworden.

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Es geht dabei nicht allein um die Sicherung überlebenswichtiger Schifffahrtsrouten und Energiekorridore gegen die Bedrohung durch die „Achse des Widerstands“ mit Iran an der Spitze. Oder, wenn man es noch dramatischer will, um die Gefahr eines neuen, von Teheran dominierten Status quo im Roten Meer.

Der Arm der Huthi reicht inzwischen bis in die arabische und afrikanische Nachbarschaft. Sie arbeiten mit Iran treu ergebenen Milizen........

© Frankfurter Allgemeine