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Viel Dramatik, wenig Effekt in der Königsklasse

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29.01.2026

In der reformierten Champions League wird Spannung perfekt inszeniert. Beim Blick auf die Abschlusstabelle zeigt sich aber: Die Folgen des großen Dramas sind überschaubar.

Der Fußball ist zum Zahlenspiel verkommen. Wer am Mittwochabend die XXL-Konferenz mit 18 parallelen Spielen anschaltete, bekam im Schnitt alle 90 Sekunden ein Tor zu sehen. Es fühlte sich an wie Champions League im Tiktok-Format: kurze Clips, schnelle Schnitte, Dauerbeschallung. Kaum fiel irgendwo ein Treffer, war man schon wieder im nächsten Stadion. Das befriedigte den Wunsch, alles gleich­zeitig zu sehen, und sorgte dafür, dass man am Ende wenig von der Entwicklung eines einzelnen Spiels verstanden hatte.

Es ist die perfekte Inszenierung von Spannung. Im alten Modus wussten die meisten Vereine schon vor Ende der Gruppenphase, ob sie fürs Achtelfinale qualifiziert sind. Nun sind es die letzten Spieltage, an denen sich die spannendste Dramaturgie entfaltet.

Damit hat der europäische........

© Frankfurter Allgemeine