Was man von St. Pölten lernen kann
St. Pölten: eine schmucke barocke Innenstadt, ein seelenloses Regierungsviertel, Stadtteile, in denen Migration ein Thema, das Thema, ist. Eine Hochburg der SPÖ. Seit 1919 – mit Ausnahme des Jahres 1960 – bei Wahlen stets mit absoluter Mehrheit ausgestattet. Regiert seit 22 Jahren von einem Bürgermeister, der immer wieder auch für höhere Weihen gehandelt wurde, eine Zeitlang nebenbei auch Landesparteivorsitzender war. Ein sozialdemokratischer Pragmatiker, der mit der ebenso allmächtigen Landes-ÖVP, zuerst unter Erwin Pröll, dann unter Mikl-Leitl, sehr gut konnte und kann. Und der (gemeinsam mit der Landespolitik) einen wesentlichen Anteil daran hatte, dass der Titel einer Landeshauptstadt auch mit Leben erfüllt wurde. Mit dem „Frequency“-Festival und dem Landestheater wurden zudem beachtliche Akzente über die Stadtmauern hinaus gesetzt.
Am Sonntag hat Matthias Stadler und mit ihm die SPÖ die absolute Mehrheit verloren. Es gibt im Wesentlichen........
