Walkürenritt: Die EU-Budgetverhandlungen werden dieses Mal ein großes Drama
Verhandlungen über die EU-Haushaltsrahmen haben ihre eigene Logik, die auf einer Grundregel der Arithmetik fußt: Minus mal Minus ergibt immer ein Plus. Aus dieser Perspektive betrachtet, zielt der jüngste EU-Haushaltsvorschlag des irischen Ratsvorsitzes in die absolut richtige Richtung, denn die Iren wurden für ihren Entwurf des Budgets 2028-2034 von allen Seiten gebasht, gedisst und gehatet, um es neudeutsch zu formulieren.
Für die einen war die vorgeschlagene Kürzung um 141 Mrd. Euro zu klein, für die anderen zu groß. Für die Beibehaltung der Agrarförderungen gab es hüben Lob und drüben Tadel. Einzig an der Kürzung der für unvorhergesehene Ausgaben geplanten Reserve gab es quer durch die Bank Kritik. Kurzum: Die Vorzeichen waren derart negativ, dass am Ende der anstehenden Budgetrechnung sehr wohl ein Plus stehen könnte. Denn ein tragfähiger Kompromiss ist bekanntlich erst dann gut, wenn ihn alle Beteiligten gleich schlecht finden.
Wobei: So........
