Olympias Ohnmacht vor der Weltpolitik
Die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sind Geschichte. Und während sich die Sportszene auf den Heimweg macht, 116 neue Olympioniken kennt, schwere Unfälle von Lindsey Vonn und von dem Bobfahrer Jakob Mandlbauer gesehen hat und auch über zwei coram publico in Zielräumen gestellte Heiratsanträge freut, bleiben hinter den Kulissen wie immer Fragen unbeantwortet. Waren diese Spiele ein Erfolg, haben sie ein „Erbe“ geschaffen für Gastgeberland und Natur? Wie geht es mit Winter-Olympia weiter, im Würgegriff von Kommerz und Politik, im zwanghaften Suchen nach traditionellen, vor allem schneereichen, Pardon: finanzstarken Austragungsorten?
Ehe sich die Welt der Pisten, Loipen, Schanzen und Eiskanäle 2030 in Frankreich wiedersieht und abermals in einem weit verteilten Spielfeld wiederfindet, das die gleichen Probleme birgt mit Transport und lokal inexistenter Olympiastimmung, sollte sich das Internationale Olympische Komitee auch einer Selbstkontrolle unterziehen. Denn die Charta, die bei jeder noch so minimalen Verfehlung anderer eisern greift, scheint in........
