Der Fall Weißmann als Ablenkungsmanöver
Roland Weißmann ist Geschichte. Der seit Wochen inhaltlich bekannte Chatverlauf macht eine Weiterbeschäftigung als ORF-Chef undenkbar. Ob der für einen Vorgesetzten absolut inakzeptable Kontakt zu einer Mitarbeiterin auch im engsten juristischen Sinn als sexuelle Belästigung zu qualifizieren ist, werden Straf-, Arbeits- und Zivilgerichte zu klären haben. Im landläufigen Sinn liegt natürlich ein nicht zu rechtfertigendes sexuelles Bedrängen vor.
An dieser Einschätzung hat auch „Die Presse“, seit ihr – wie vielen anderen Medien – die nun veröffentlichten Chats vorlagen, nie einen Zweifel gelassen. Ebenso wie an dem Unverständnis für den dilettantischen Umgang der ORF-Führung mit der ganzen Causa, die nun dazu führen könnte, dass der gefallene ORF-Chef sich seine Ungeheuerlichkeiten noch mit Steuergeld versilbern lässt.
Doch der Fokus auf diese Debatte ist natürlich nur ein Riesenablenkungsmanöver: von einem immer noch politisierten ORF und einem kaputten Markt für professionellen Journalismus in Österreich. Für........
