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Das Spiel gegen den Ball

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02.01.2026

Wenn man als Fußballfan die Spiele seiner Mannschaft auf diesen ganzen skurril strukturieren Bezahlsendern betrachtet, lernt man ein eingeschworenes Expertentum der Szene kennen.

Ich bin Fan des FC St. Pauli, Vereinsmitglied, Genossenschaftsmitglied und hobbymäßiger Erkunder von Stadiongeschichte und dem Fußballspiel selbst.

Früher gab es Vorstopper, linke und rechte Läufer, heute gibt es Sechser, Achter und Zehner. Man greift nicht nur an, um am Ende dem Gegner Tore einzuschenken, man leistet viel mehr in dieser Sportart. Ich kenne noch das geflügelte Wort „Angriff ist die beste Verteidigung“! Das ist natürlich aus verschiedenen Blickwinkeln „unrichtig“, wie der ehemalige Nationaltorhüter Rudi Kargus sagen würde. Die Diplomatie unterscheidet Verteidigung und Angriff. Bei internationalen Konflikten wäre es fatal Verteidigung nicht vom Angriff zu unterscheiden.

Derzeit spielt der FC St. Pauli in der Bundesliga, der höchsten Spielklasse des mächtigen und mächtig fragwürden DFB. Der Trainer unserer Profis, aktuell ein gewisser Alex Blessin, legt besonders viel Wert auf ein erfolgreiches Defensivspiel. So ein Spiel setzt sich ein Ziel mit einer sprachlich besonderen Blüte: „Die Null soll hinten stehen!“ Zahlen und Ziffern beinhalten also das Vermittlungsprogramm eines Trainers und einer Trainerin.

St. Pauli muss vorwiegend verteidigen, um im Ligabetrieb der 1. Bundesliga mitzuhalten. Das hat viele Gründe, aber Experten sind sich sicher, wenn man knallhart auf Offensive setzen würde, wäre das „Hurrafußball“ und man würde alle Spiele........

© Die Kolumnisten