Von Vinícius Junior bis zum 1. FC Union: Wie der Fußball den Kampf gegen Rassismus selbst untergräbt
Als Opfer von Rassismus möchte sich Vinícius Junior nicht sehen. Das hat er schon 2024 klar gemacht nach dem Haftbefehl für drei Valencia-Anhänger, die ihn ein Jahr zuvor rassistisch beleidigt hatten. Das historische Urteil sei nicht für ihn, sondern für alle schwarzen Menschen, sagte der Brasilianer damals. Er selbst sehe sich nicht als Opfer, sondern als „Henker von Rassisten“.
Über diese scharfe Wortwahl mag man sich streiten. Als Fußball-Star spaltet Vinícius ohnehin die Gemüter. Dass er sich manchmal als trotzigen Einzelkämpfer gegen Rassismus versteht, muss man aber ein Stück weit nachvollziehen. Denn in dieser Woche zeigte sich erneut, wie wenig viele in der Fußballwelt von diesem Kampf verstehen wollen.
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Aber der Reihe nach. Im Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Benfica am vergangenen Dienstag warf Vinícius seinem Gegenspieler Gianluca Prestianni vor, ihn rassistisch beleidigt zu haben. Viele seiner Mitspieler bestätigten das, während Prestianni den Vorwurf zurückwies. Das war an sich ernst genug, und die Uefa hat schon........
