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Pro und Contra zum Videobeweis: Ist das hilfreich? Oder soll das wieder weg?

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27.08.2026

„Heute: Fußball, wie er sein sollte. VAR dauerhaft abschaffen!“ Diese und ähnliche Forderungen waren am vergangenen Wochenende, bei den Spielen des DFB-Pokals, auf Transparenten in den Fankurven zu lesen.

Anders als in der Fußball-Bundesliga gibt es in der ersten Hauptrunde des Wettbewerbs keinen Videobeweis (Videoassistant Referee, VAR). Und so soll es nach Ansicht vieler Fans künftig auch in der Liga wieder sein.

Verschiedene Fanszenen haben daher für die kommenden Wochen weitere Proteste gegen den VAR angekündigt, der in der Bundesliga zur Spielzeit 2017/18 eingeführt worden ist. Soll der Videobeweis nach bald einem Jahrzehnt tatsächlich wieder abgeschafft werden? Ein Pro und Contra.

Der Videobeweis muss bleiben! Alles andere ist eine Verklärung vergangener Realitäten. Man kennt das ja: Der Urlaub damals – herrlich war’s. Vergessen der Stau, das schlechte Essen oder der Dreck im Hotelklo. Aber zehn Jahre später wird selbst aus Sonnenbrand Sommerbräune.

So ähnlich ist es mit den guten alten Zeiten ohne VAR. Ein Tor war ein Tor, ein Elfmeter ein Elfmeter und Abseits eben das, was der Schiedsrichter gesehen hatte – oder auch nicht. Klare Fehlentscheidungen hatten nur deshalb Bestand, weil niemand sie korrigieren konnte.

Dass damals über jede strittige Szene endlos diskutiert und Gerechtigkeit gefordert wurde, ist längst vergessen. Einst gab es Tore, die keine waren, weswegen ganze Spiele wiederholt werden mussten. Oder so glasklare Schwalben, dass der Täter anschließend auf Jahre sein Image weghatte.

Natürlich ist der Videobeweis nicht perfekt. Die Entscheidungsfindung dauert zu lange, die Suche nach einem möglichen Kontakt im Strafraum gleicht zuweilen Detektivarbeit und die Schiedsrichter trauen sich selbst nicht mehr so recht über den Weg.

Aber der VAR muss nicht jede strittige Szene auflösen. Er muss vor allem verhindern, dass ein klarer und spielentscheidender Fehler deshalb endgültig bleibt, weil er ohne technische Hilfe nicht........

© Der Tagesspiegel