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Olympia-Start in Italien : Der Sport ist politischer denn je

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06.02.2026

Winter-Olympia wird nicht weniger politisch, nur weil das Sportspektakel in diesem Jahr in Europa stattfindet. In Peking 2022 und schon zuvor 2014 in Sotschi wurden die Spiele von autoritären Regierungen für ihre eigenen Zwecke instrumentalisiert. Jetzt kehren sie an traditionsreiche Skiorte in den italienischen Gebirgsregionen zurück.

Doch die Weltlage 2026 dämpft schon vor der offiziellen Eröffnung am Freitag in Mailand und Cortina die Hoffnung auf ein unbeschwertes Großereignis. Das haben die Debatten der vergangenen Wochen gezeigt.

Als bekannt wurde, dass die USA für den Schutz ihrer Delegation Beamte der umstrittenen Behörde ICE nach Italien entsenden, folgten Proteste in Mailand und Klarstellungen aus Rom. Dabei war dies nur ein weiterer Beleg für die transatlantischen Spannungen dieser Tage.

Jörg Leopold ist stellvertretender Ressortleiter der Sportredaktion. Auf die anstehenden Olympischen Winterspiele blickt er mit gemischten Gefühlen.

Denn dass die Spiele nach Peking nun wieder in einer ausgewiesenen Wintersportregion stattfinden, ändert nichts daran: Politische Konflikte verschwinden nicht hinter staatlicher Kulisse, sie bleiben sichtbar und werden öffentlich ausgetragen. Genau das macht Olympia politisch, auch wenn das Internationale Olympische Komitee nicht müde wird, zu betonen,........

© Der Tagesspiegel