Der Kampf gegen Doping und seine Grenzen: Ist Owen Ansah wirklich Täter oder eher Opfer?
Der Kampf gegen Doping im Spitzensport wird nach der Devise „im Zweifel gegen den Angeklagten“ geführt. Das muss gerade Deutschlands schnellster Mann Owen Ansah erfahren. Der Leichtathlet soll vor ein paar Wochen eine Dopingprobe verweigert haben, nun fordert die Nationale Doping-Agentur NADA eine Sperre von vier Jahren.
Der Fall Ansah ist allerdings speziell. Die Version des Sportlers geht so: Er war kurzfristig als Nachrücker in das Starterfeld der Diamond League in Monaco gerutscht. Packen, noch einmal schnell aufs Klo – danach wollte sich Ansah auf den Weg zum Flughafen machen. Das Schicksal hatte andere Pläne: Es klingelte an der Tür, ein Dopingkontrolleur stand draußen für einen Test des Sportlers.
Ansah konnte nicht, weil er eben auf der Toilette war und wollte nicht warten, weil er zum Flughafen musste. Nach Ansahs Darstellung lehnte der Kontrolleur den Vorschlag ab, den Sprinter zu begleiten und die Probe unmittelbar vor dessen Abflug zu entnehmen. Im Ergebnis steht für die........
