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Nach den Wahlen in Berlin und MV: Kanzler Merz droht ein Abschied auf Raten

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20.09.2026

Die große Revolte gegen Friedrich Merz – sie ist an diesem Wahlabend ausgeblieben. Der Kanzler hatte vorgebaut und sich vorab die Unterstützung seiner Ministerpräsidenten geholt.

Die spielten zwar nur zähneknirschend mit und hielten sich in ihrer Solidaritätserklärung für den Bundeskanzler ein Hintertürchen offen, indem sie auf die Nennung des Namens Friedrich Merz verzichteten. Einen schnellen Kanzlersturz aber wird es nicht geben.

Ist damit also alles gut für Merz? Mitnichten. Denn diese Wahlergebnisse in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern können nicht spurlos an der CDU, am Kanzler und an der Koalition vorbeigehen. Zu deutlich ist der Verlust an Vertrauen in die maßgeblichen Akteure der Bundespolitik auch aus diesen Wahlen abzulesen. Zu deutlich die Stärkung der Extreme auf beiden Seiten des politischen Spektrums.

Christian Tretbar Seit 2004 ist Christian Tretbar beim Tagesspiegel. Er sagt: Die Wahlergebnisse können nicht spurlos am Kanzler vorbeigehen.

Besonders beunruhigend ist das Signal in der Hauptstadt, in der eine rechtsextreme und eine linksextreme Partei zusammen auf rund 40 Prozent der Stimmen kommen. Insbesondere der Erfolg der Linken mit ihrem ungeklärten Verhältnis zum Antisemitismus und ihren Enteignungsplänen, die völlig unfinanzierbar sind, wird für die Stadt und die........

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