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„Man kann von Glück reden, wenn es keine Toten gibt“ : Tagesspiegel-Community zum Stromausfall in Berlin

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04.01.2026

Ein mutmaßlicher Brandanschlag auf eine zentrale Stromanlage lässt große Teile des Berliner Südwestens für Tage ohne Strom. In Zehlendorf, Lichterfelde und angrenzenden Ortsteilen sind zehntausende Haushalte betroffen – mit ausgefallenen Heizungen, Aufzügen und teils auch Mobilfunk. Die Bezirke richteten Wärmestuben ein, Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen unterstützten ebenfalls vor Ort.

Kurz nach der Tat bekannte sich eine linksextreme Gruppierung zu dem Anschlag. Die Ermittlungen wegen schwerer Sabotage laufen, zugleich rückt erneut der mangelhafte Schutz kritischer Infrastruktur in den Fokus. Erinnerungen an frühere Stromausfälle in Berlin werden wach.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, wir freuen uns über konstruktive Debatten, die wir gerne allen Tagesspiegel-Leserinnen und -Lesern präsentieren. Bringen Sie Ihre Perspektive ein und bereichern auch Sie den demokratischen Diskurs. Klicken Sie hierfür auf die Sprechblase – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Unsere Leserinnen und Leser reagieren mit Empörung, Angst und Fassungslosigkeit. Sie schildern persönliche Notlagen, kritisieren Politik und Sicherheitsbehörden, fordern Konsequenzen – und machen Vorschläge, wie solche Ausfälle künftig verhindert werden könnten. Lesen Sie hier eine redaktionelle Auswahl von Stimmen aus der Tagesspiegel-Community.

Petcat
Wir mussten gestern meinen Vater aus einer Senioreneinrichtung holen, die Treppe runtertragen, weil über die Notstromversorgung die Fahrstühle nicht betrieben werden konnten.

Alle alten Menschen saßen im Dunkeln in ihren Räumlichkeiten

Tagesspiegel-Nutzer Petcat

Die Einrichtung hat für 24 Stunden Notstrom, alle alten Menschen saßen im Dunkeln in ihren Räumlichkeiten. Wenigstens war es noch halbwegs warm. Die Terroristengruppe muss für viele Jahre ins Gefängnis. Ich hoffe, sie kriegen diese völlig asozialen Kreaturen.

Byk
Wie wohl auch die meisten anderen Menschen im In- und Ausland habe ich noch bis vor einigen Jahren mit der Illusion gelebt, dass Deutschland, bei allen Problemen, im Grunde eine solide und krisensichere Infrastruktur besitzt, auch als Ergebnis der Erfahrung aus den beiden Weltkriegen und dem Kalten Krieg, während dessen man jederzeit auf das Schlimmste vorbereitet sein musste.

Dass es ausreicht, eine einzelne Kabelbrücke anzuzünden, um einen ganzen Berliner Stadtbezirk von der Stromversorgung zu trennen

Tagesspiegel-Nutzer Byk

Dass es in Wirklichkeit ausreicht, eine einzelne Kabelbrücke anzuzünden oder ein einzelnes Kabel zu durchtrennen (wie in Köpenick), um einen ganzen Berliner Stadtbezirk von........

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