Iran | USA und Iran zwischen Deal und Eskalation: Trump hat sich selbst ein Bein gestellt
Die gute Nachricht: Teheran und Washington sprechen miteinander über das iranische Atomprogramm, Schauplatz soll Oman sein. Die schlechte: Das war im Juni vergangenen Jahres auch so, als die USA den Iran dann trotzdem und ohne Vorwarnung angriffen. Danach verkündete Donald Trump, dass seine „fantastischen Bomber“ ihre „großartigen Geschosse“ auf Atomanlagen abgefeuert und dem Nuklearprogramm der Mullahs den Garaus gemacht hätten. Was also gibt es da heute noch zu verhandeln?
Offensichtlich mehr, als sich der US-Präsident nach jenem Zwölf-Tage-Krieg vorstellen oder der Welt mitteilen wollte. Die unterirdischen Atomanlagen des Irans sind beschädigt, aber nicht vernichtet worden. Und wo die 440 Kilogramm zu 60 Prozent angereicherten Urans lagern – ob unterm Schutt begraben oder anderorts im Land versteckt –, lässt sich bisher nicht verlässlich aufklären. Was auch daran liegt, dass Teheran seitdem keine Inspektoren der Atomenergiebehörde (IAEA) mehr ins Land gelassen hat.
Jenseits aller verbalen Kraftmeierei ihres Präsidenten verfolgt die US-Administration drei klar erkennbare Ziele. Sie will eine atomare Aufrüstung des Irans um jeden Preis verhindern, seine militärischen Fähigkeiten deutlich reduzieren und die geopolitische Bedeutung als strategischer........
