Fabulierwut | Die Kunst des lustvollen Scheiterns: Christoph Höhtkers Roman „Staaten“
Im 18. Jahrhundert ließen Könige Ruinen bauen, weil sie das Hinfällige romantisch fanden und Zweckmäßigkeit nicht nötig hatten. Ein ähnlich privilegiertes Motiv schimmert durch Christoph Höhtkers Staaten, eine Romantik der abgebrochenen Texte, gesprenkelt mit boshafter Hellsichtigkeit und Sätzen für die Galerie wie „Von nun an ist der Tag auf sich allein gestellt“.
Fünf Manuskript-Trümmer fiktiver Autoren bilden, inklusive fiktiver Gedichte und Quellenangaben, den Großteil des fabulierwütigen 368-Seiten-Wusts, auf dessen Umschlag frech „Roman“ steht, obwohl Lyrik, Essay, Dreh- oder Tagebuch vieles im heterogenen Textgebilde besser träfe. Als hätte einer alle „Kadaver“ aus der Schublade geholt, die irgendwie als Fiktion durchgehen, gerahmt mit einem offenbar autofiktionalen Pflegebericht (der in Genf lebende Autor ist Bielefelder) über die Mutter des Ich-Schreibers „Toffi“ in Bielefeld-Heepen. Pflegekräfte werden organisiert, instruiert und bei Laune gehalten.
Dazu Jugenderinnerungen, Ameisenplage,........





















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