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Ende einer Ära beim 1. FC Union Berlin: Nächster Trainer-Abschied steht fest

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19.02.2026

Zeit der Veränderung beim 1. FC Union Berlin: Ailien Poese verlässt die Frauen-Mannschaft zum Saisonende, das hatte der Verein bereits am Montag verkündet. Nun steht offenbar fest, dass es auch bei den Männern im Sommer einen Personalwechsel geben wird. Torwarttrainer Michael Gspurning verlässt die Köpenicker auf eigenen Wunsch. Nach Informationen von Sky soll es den Österreicher in die Premier League ziehen.

Bei den Eisernen endet damit eine Ära. Der 44-Jährige war seit 2017 für die Torhüter verantwortlich. Bei jedem Wechsel auf der Cheftrainerposition blieb er im Amt. Vor allem dank ihm durchlebte Stammkeeper Frederik Rönnow in den vergangenen Jahren eine derart stabile Entwicklung. Vor drei Jahren nahm Gspurning zusätzlich den Job des Torwarttrainers der österreichischen Nationalmannschaft an. Mit der ÖFB-Auswahl qualifizierte er sich für die Europameisterschaft 2024 in Deutschland und für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada.

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„Wir verlieren jemanden, der sehr wichtig für die Mannschaft und auch sehr wichtig für das Trainerteam ist“, sagte Steffen Baumgart am Donnerstag. „Innerhalb der Torwartgruppe genießt er nicht nur eine hohe Akzeptanz, sondern er führt diese Gruppe, weil er ein offener Mensch ist und weil er auf all seinen Stationen viel erlebt hat“, so der Trainer weiter.

Kurios: Beim 1. FC Union Berlin stand Gspurning in der Saison 2016/17 schon als Torhüter unter Vertrag, absolvierte allerdings kein Pflichtspiel. Umso bemerkenswerter, dass er dem Verein danach in dieser Form die Treue hielt. „Er hat für sich entschieden, dass er einen neuen Weg gehen möchte. Ich finde, das gehört im Fußball dazu, und darüber hinaus ist er mit diesem Thema von Anfang an ganz offen umgegangen“, berichtete Baumgart. Eine offizielle Mitteilung des Vereins steht derweil noch aus.


© Berliner Zeitung