Maibaum fladern!
Das Maibaumstehlen ist ein regional unterschiedlich geregelter Brauch, der meist von Männern ausgeführt wird und Ortsrivalitäten fördert.
Der Maibaum symbolisiert Gemeinschaft, Tradition und lokale Identität, wobei sich Bräuche und gesellschaftliche Rollen im Wandel befinden.
Teilnahme an Maibaumbräuchen ist prinzipiell offen, jedoch sind meist Alteingesessene aktiv; Frauen und Minderheiten nehmen zunehmend teil.
Maibaumstehlen findet meist Ende April/Anfang Mai statt
Maibäume können bis zu 35 Meter hoch sein und werden von bis zu 50 Männern aufgestellt
Im Burgenland werden Maibäume mit Stahlgestellen gegen Diebstahl geschützt
Maibaumstehlen ist mittlerweile auch für Frauen offen
Das Maibaumstehlen ist ein regional unterschiedlich geregelter Brauch, der meist von Männern ausgeführt wird und Ortsrivalitäten fördert.
Der Maibaum symbolisiert Gemeinschaft, Tradition und lokale Identität, wobei sich Bräuche und gesellschaftliche Rollen im Wandel befinden.
Teilnahme an Maibaumbräuchen ist prinzipiell offen, jedoch sind meist Alteingesessene aktiv; Frauen und Minderheiten nehmen zunehmend teil.
Maibaumstehlen findet meist Ende April/Anfang Mai statt
Maibäume können bis zu 35 Meter hoch sein und werden von bis zu 50 Männern aufgestellt
Im Burgenland werden Maibäume mit Stahlgestellen gegen Diebstahl geschützt
Maibaumstehlen ist mittlerweile auch für Frauen offen
Ende April, Anfang Mai wird es richtig lustig: Thomas Leitner aus Dorfstetten an der niederösterreichisch-oberösterreichischen Grenze erklärt der WZ, was dann passiert: „Man geht herum und schaut. Schaut, wo ein Maibaum ist, der geklaut werden könnte.“ Es sei nicht immer dasselbe Nachbardorf Opfer einer solchen Diebestour, aber gewiss sei, dass es immer irgendwen treffe. Mancherorts wird der bereits aufgestellte Maibaum umgeschnitten und zumindest ein Stück weit weggetragen. Mancherorts ist es der Brauch, dass er liegend und ungeschmückt, also noch vor dem Aufstellen, entführt wird.
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Die Regeln sind kompliziert und je nach Region verschieden. Wann darf geklaut werden, von wem, was und wie – das ist genau festgelegt und wird mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Werden Regeln grob gebrochen, dann „kann eine Anzeige bei der Polizei schon vorkommen“, sagt Leitner. Das sei aber nicht üblich. Man versuche dann, sich mit der Jugend aus dem anderen Dorf zusammenzusetzen und ganz ohne Richter zu einer gütlichen Einigung zu kommen. Klar ist jedenfalls, und Leitner nennt es gleich beim Namen: „Maibaum-Stehlen ist schon eher Männersache.“
Motorsäge und jede Menge Bier
Weiter östlich, im burgenländischen Pama an der Grenze zu Niederösterreich, steht ein Ortsbewohner mittleren Alters vor seinem Haus und raucht eine Dampfzigarette. Wenn ein Mann „ein echter Pamaer“ sei, dann habe die Frau bei ihm und in der Öffentlichkeit prinzipiell nichts zu melden, stellt er auf Anfrage der WZ fest. Und schon gar nicht, wenn es ans Maibaum-Stehlen in den Nachbarorten geht.
„Mit der Motorsäge“ und jeder Menge Bier intus sei er als Jugendlicher mit anderen aus seinem Jahrgang ausgerückt, um den fixfertigen Maibaum im nahen Kittsee umzuschneiden. Damals, in den........
