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Stadt Wien: Dutzende Posten ohne Ausschreibung vergeben

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Über 60 Unternehmen der Stadt Wien vergaben Führungspositionen ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung.

Prüfer wie der Stadtrechnungshof kritisieren regelmäßig fehlende Transparenz, Gesetzesverstöße und ignorierte Empfehlungen bei Postenvergaben.

Die Stadt Wien rechtfertigt sich mit konzerninterner Vergabe ohne Vergütung. Das Gesetz sieht jedoch keine Ausnahmen vor.

Über 60 Firmen der Stadt Wien vergaben Leitungspositionen ohne Ausschreibung.

140 Unternehmen gehören mehrheitlich der Stadt Wien.

Die Gesetzliche Ausschreibungspflicht wurde mehrfach missachtet.

Es gibt jedoch keine Sanktionen bei Verstößen gegen das Stellenbesetzungsgesetz.

Über 60 Unternehmen der Stadt Wien vergaben Führungspositionen ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung.

Prüfer wie der Stadtrechnungshof kritisieren regelmäßig fehlende Transparenz, Gesetzesverstöße und ignorierte Empfehlungen bei Postenvergaben.

Die Stadt Wien rechtfertigt sich mit konzerninterner Vergabe ohne Vergütung. Das Gesetz sieht jedoch keine Ausnahmen vor.

Über 60 Firmen der Stadt Wien vergaben Leitungspositionen ohne Ausschreibung.

140 Unternehmen gehören mehrheitlich der Stadt Wien.

Die Gesetzliche Ausschreibungspflicht wurde mehrfach missachtet.

Es gibt jedoch keine Sanktionen bei Verstößen gegen das Stellenbesetzungsgesetz.

Wohnbaugesellschaften, Museen, Energieversorger, Verkehrsbetriebe, ein Bestattungsunternehmen, ein eigener TV-Sender, sogar eine Flotte von Ausflugsschiffen gehört zum städtischen Wirtschaftsimperium. Das Portfolio der Stadt Wien ist über die Jahre immer größer geworden – und immer intransparenter.

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140 Firmen gehören mehrheitlich der Stadt Wien. Bei mehr als 60 Unternehmen wurden die aktuellen obersten Leitungspositionen ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung besetzt. Das zeigen Datenrecherchen der WZ.

Es geht um Verwaltungsbetriebe, Dienstleister, Medien- und Sozialunternehmen im Eigentum der Stadt. In dutzenden Fällen hat sich die Verwaltung nicht an das Gesetz gehalten und Stellen verteilt – ohne Kriterien, ohne Ausschreibungen und ohne Kontrolle durch die Opposition. Es sind keine Einzelfälle. Der große Postenschacher hat System in einem fast unüberschaubaren Firmenkonglomerat. Die WZ hat sich durch das Netzwerk gehangelt – und ist auf eine ganze Palette brisanter Vergaben gestoßen.

Unüberschaubares Firmennetzwerk

Die Verwaltung gründete Töchter-, Enkel-, und Urenkelgesellschaften. Oft sind sie untereinander beteiligt. Kritik kommt regelmäßig von Rechnungshof und Stadtrechnungshof: zu hohe Manager:innengehälter bei der Wien Holding und den Wiener Stadtwerken, Interessenkonflikte bei der „Stolz-auf-Wien“-GmbH, riskante Investments der Wien Energie.

Die Stadtregierung besetzt Aufsichtsräte mit hohen Beamt:innen, Geschäftsführer:innen kommen aus dem SPÖ-Umfeld. In manchen Fällen entsteht der Eindruck eines Postenschachers. Das jüngste Beispiel – diesmal mit ÖVP-Nähe – ist die Besetzung des zweiten Geschäftsführers der Wirtschaftsagentur Wien mit dem ehemaligen Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka – ohne öffentliche Ausschreibung, wie die WZ aufgedeckt hat. Kein Einzelfall, wie sich nun zeigt. Dutzende Unternehmen der Stadt Wien haben das Stellenbesetzungsgesetz missachtet.

Das Bundesgesetz schafft Transparenz und Wettbewerb und stellt sicher, dass niemand bevorzugt wird. Es gilt für alle öffentlichen Unternehmen, die der Kontrolle des Rechnungshofes unterliegen. Sie müssen besonders transparent sein, ihre Arbeit nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit erfolgen. Denn sie wirtschaften mit Steuergeld.

Kritik der Prüfer:innen an Postenvergabe

Wie etwa die WH Media GmbH. In der Tochter der Wien Holding ist die Medienarbeit der Stadt gebündelt. Dazu gehört der Wiener Stadtsender W24, eine Digitalagentur und das Headoffice für internationale Öffentlichkeitsarbeit. Laut Website beschäftigt das Unternehmen 348 Mitarbeiter:innen.

Ihre Chefs heißen Marcin Kotlowski und Markus Pöllhuber. Kotlowski machte Karriere in der SPÖ-Kommunikation – er war Sprecher des ehemaligen Bundeskanzlers Werner Faymann (SPÖ) und von Ex-Minister Josef Ostermayer (SPÖ). Pöllhuber ist Medienmanager. Beide sind schon seit vielen Jahren im Unternehmen. Ihre Stellen wurden 2025 neu ausgeschrieben, ihre Besetzungen veröffentlicht – so weit, so gut.

Bei den Tochterfirmen nahm es die Stadt nicht so genau. Eine davon ist die WH Digital Services GmbH. Sie ist für die digitalen Angebote der Stadt Wien verantwortlich und wird von zwei Geschäftsführer:innen geführt: Malgorzata Kawka (seit 2023) und Klaus Fischer (seit 2010). Beide Stellen wurden nicht ausgeschrieben.

Bereits 2012, zwei Jahre nach der Gründung der Firma, hielt ein Bericht des Stadtrechnungshofes fest, dass der Posten des Geschäftsführers „konzernintern ohne Beachtung des Stellenbesetzungsgesetzes ernannt wurde.“ Die Ausschreibung fehlte.

Die zweite Geschäftsführerin Kawka war zuvor Chefin einer städtischen Tochter der WH Digital Services GmbH. Auch dort wurde ihre Position nicht ausgeschrieben.

SPÖ-Bezirkspolitikerin als Firmenchefin

Eine andere Subfirma der WH Media GmbH ist die WH International Services GmbH. Sie verwaltet und betreut im Auftrag der Stadt Wien die „internationalen Büros“ in Mittel- und Südosteuropa, insgesamt neun Standorte.

An der Spitze stehen Pöllhuber und die Bezirksrätin und Klubvorsitzende der SPÖ Josefstadt, Sanja Drazic. Sie wurde im Mai 2023 von der Mutterfirma WH Media GmbH zur Geschäftsführerin bestellt. Im Amtsblatt-Archiv findet sich keine entsprechende Ausschreibung für ihre Stelle.

Die WZ schickte der Wien Holding eine Liste mit Unternehmen, bei denen keine Ausschreibungen auffindbar waren. Bei Ausschreibungen, die mehr als sieben Jahre zurückliegen, seien die Unterlagen aufgrund der geltenden Aufbewahrungsvorschriften nicht mehr vorhanden, heißt es. „Eine nachträgliche umfassende Prüfung, in welcher Form Veröffentlichungen erfolgt sind, ist auf Basis der derzeit verfügbaren Unterlagen daher nicht möglich“, so die Wien Holding.

Der städtische Konzern betont jedoch, „Ausschreibungen stets im Einklang mit den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben abzuwickeln“.

Geschäftsführer auf Lebenszeit

Der Fall einer Firma aus dem Einflussbereich der Magistratsabteilung 48 (MA 48) zeigt das Gegenteil. Die Wiener Kommunal-Umweltschutzgesellschaft mbH, eine Tochter der Müllabfuhr, gründete 2011 die Good for Vienna gemeinnützige GmbH. Die Firma soll ein neues Tierschutzzentrum in Wien planen und errichten. 2015 wurde es mit einer Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern in der Donaustadt eröffnet. Das Tierheim war ein Prestigeprojekt der damaligen Umwelt- und Tierschutzstadträtin Ulli Sima (SPÖ) – und aufgrund von Intransparenz und hohen Kosten umstritten.

2011 wurde Christian Anderle zum Geschäftsführer für die Good for Vienna bestellt. Sein Posten wurde nicht ausgeschrieben. Die Stadt Wien teilt der WZ mit, „dass eine Ausschreibung entfallen kann, wenn die Funktion an eine konzerninterne Person ohne zusätzliches Entgelt übertragen werden soll.“ Für den Posten gibt es also kein Gehalt. Deshalb müsse er, so die Argumentation der Stadt, nicht ausgeschrieben werden.

Eine Fehleinschätzung, wie der Stadtrechnungshof 2016 feststellte. „Gemäß den Bestimmungen des Stellenbesetzungsgesetzes hätte vor der Bestellung der Geschäftsführung der Good for Vienna GmbH eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt werden müssen“, steht im Bericht. Anderle sitzt bis heute im Chefsessel.

Der gleiche Mann leitet seit 2009 die Wiener Kommunal-Umweltschutzgesellschaft mbH. Laut Stadt Wien seien „sowohl Ausschreibung als auch die Besetzung ordnungsgemäß im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht“ worden – WZ-Recherchen bestätigen das.

Der Geschäftsführer wurde unbefristet bestellt – aus heutiger Sicht unüblich. Verträge mit Geschäftsführer:innen in öffentlichen Unternehmen sind in der Regel auf drei oder fünf Jahre befristet. Auch der „Wiener Public Corporate Governance Kodex“, ein 2024 in Kraft getretenes Regelwerk mit verpflichtenden Vorgaben für städtische Unternehmen, sieht eine Befristung solcher Verträge vor.

Empfehlungen des Stadtrechnungshofes ignoriert

Stadtrechnungshof und Rechnungshof bemängeln auffällig oft, dass Firmen der Stadt das Gesetz missachtet haben – zum Beispiel die Rechenzentrum GmbH. Das digitale Rückgrat der Stadtverwaltung befindet sich im 22. Bezirk und ist eine Tochter der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH. Sie gehört der Wien Holding und verantwortet die Entwicklung und Umsetzung großer Infrastrukturprojekte der Stadt Wien, wie etwa das Otto Wagner Areal oder die Sport Arena Wien.

Bestimmungen des Stellenbesetzungsgesetzes sollten angewendet werden

Die Rechenzentrum GmbH wurde im April 2009 gegründet. Die WSE bestellte damals Stephan Barasits zum Geschäftsführer, der zuvor Leiter des Immobilienmanagements bei der Wien Holding war. Vier Monate danach wurde Christian Altenberger zum zweiten Geschäftsführer bestellt – auf eine Stellenausschreibung wurde in beiden Fällen verzichtet. Der Stadtrechnungshof kritisierte die Vorgangsweise. Er empfahl grundsätzlich, „die Bestimmungen des Stellenbesetzungsgesetzes anzuwenden“, heißt es in einem Prüfbericht von 2015.

Die Rechenzentrum-Gesellschaft kam den Empfehlungen der Prüfer aber nicht nach. Zuletzt wurde 2021 mit Robert Egle ein neuer zweiter Geschäftsführer eingesetzt. Auch diese Stelle wurde ohne Ausschreibung vergeben.

Die WSE verzichtete auch bei anderen Tochter-Firmen auf eine Ausschreibung. Für den geplanten Fernbusterminal wurden zwei neue Firmen gegründet: 2019 die WH Fernbus Terminal Projektentwicklung GmbH und 2025 die Tochterfirma Vienna Terminal & Hospitality Development GmbH. Die Chefs beider Firmen sind Georg Heinrich und Martin Kalaschek, einer der Leiter des Bereichs Immobilienentwicklung bei der WSE. Die Stellen der beiden derzeitigen Geschäftsführer wurden nicht ausgeschrieben.

Stadt Wien argumentiert mit konzerninterner Vergabe

Insgesamt wurden laut WZ-Recherchen bei mehr als 60 städtischen Unternehmen Posten ohne Ausschreibung vergeben. Was sagt die Stadt zu ihrer fragwürdigen Jobpolitik?

Von der Wien Holding heißt es auf Anfrage: „Bei der überwiegenden Mehrzahl der in Ihrer Liste genannten Unternehmen handelt es sich um reine Projektgesellschaften, die ausschließlich zur Umsetzung klar definierter Projekte gegründet wurden und in der Regel kein eigenständiges Personal beschäftigen. In diesen Fällen übernehmen Mitarbeiter:innen übergeordneter Unternehmen formal die Rolle als Geschäftsführer:innen ohne gesonderte Vergütung.“ Auch die Stadt Wien, die Wiener Stadtwerke und die Wohnbaugesellschaften Gesiba und Arwag weisen auf die konzerninterne Vergabe ohne zusätzliche Vergütung hin. „Nur in Ausnahmefällen wird eine geringe Funktionszulage in Höhe von 150 bis 300 Euro gewährt“, heißt es von der Arwag.

Die Mitarbeiter:innen seien „dienstrechtlich verpflichtet, solche Aufgaben unentgeltlich wahrzunehmen“, schreibt die Stadt Wien. In einigen Fällen wurden Ausschreibungen nicht im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht, sondern „auf etablierten Jobportalen“ wie unter anderem karriere.at oder willhaben.at.

Die Wiener Stadtwerke, zu denen mehrere Dutzend Tochter- und Enkelfirmen gehören, schreiben, dass in einigen Fällen eine „Ausnahme von der Ausschreibungspflicht“ bestand, ohne genauer darauf einzugehen.

Gesetz sieht keine Ausnahmen vor

Ausnahmen sieht das Gesetz jedoch nicht vor. „Die Ausschreibungspflicht gilt auch bei unentgeltlicher oder nur provisorischer Funktionsübernahme oder auch bei ‘Personalunion’ im Konzern“, sagt Susanne Auer-Mayer, Vorständin des Instituts für Österreichisches und Europäisches Arbeitsrecht und Sozialrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Lediglich in der Literatur finden sich Hinweise: „Es wird von manchen Autor:innen die Meinung vertreten, dass in diesen Fällen – vereinfacht gesagt – eine Ausschreibung nur Aufwand und Kosten verursachen würde und die gesetzliche Regelung daher nicht anwendbar ist. Diese Meinung ist aber nicht unumstritten und es gibt bisher keine Judikatur dazu“, sagt Auer-Mayer.

Folgen wird die fragwürdige Vorgehensweise für die Stadt Wien jedenfalls keine haben: Das Gesetz sieht keine Sanktionen vor. Ein Zustand, den Transparency International (TI) seit Jahren kritisiert. „Vom Rechnungshof in Berichten vielfach aufgezeigtes Zuwiderhandeln gegen diese Rechtsnorm wird bestenfalls als nahezu folgenlose Petitesse abgetan, was eine langandauernde Rechts- und Politunkultur dokumentiert“, heißt es in einem TI-Positionspapier aus dem Jahr 2017.

Laut Stadt Wien habe man die Anfrage der WZ als Anlass genommen, die Ausschreibung und Stellenbesetzungen zukünftig „vollständig“ gemäß Gesetz zu veröffentlichen.

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Gesprächspartner:innen

Sprecherin Stadt Wien, Magistratsabteilung 5 – Finanzwesen

Sprecher Wiener Stadtwerke

Sprecherin Arwag Holdingsgesellschaft AG

Konzernsprecherin Wien Holding

Susanne Auer-Mayer, Vorständin des Instituts für Österreichisches und Europäisches Arbeitsrecht und Sozialrecht, Wirtschaftsuniversität Wien

Laurenz Ennser-Jedenastik, Politikwissenschaftler, stellvertretender Leiter Institut für Staatswissenschaft, Universität Wien

Sprecherin Rechnungshof Österreich

Sprecherin Stadtrechnungshof Wien

Die WZ hat alle Unternehmen, an denen die Stadt Wien zu mindestens 50 Prozent Gesellschafter ist, unter die Lupe genommen. Wir haben bei allen derzeitigen Geschäftsführer:innen- und Vorstandspositionen geprüft, ob die Stellen öffentlich gemäß Stellenbesetzungsgesetz ausgeschrieben wurden. Anfragen wurden an die Stadt Wien, Magistratsabteilung 5 – Finanzen, die Wien Holding, die Wiener Stadtwerke und die Wohnbaugesellschaften Arwag und Gesiba gerichtet.

Das 1998 in Kraft getretene Stellenbesetzungsgesetz schreibt vor, dass Stellen von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführer:innen in Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit, die der Kontrolle des Rechnungshofes unterliegen, öffentlich ausgeschrieben werden müssen. Der Rechnungshof als oberstes Kontrollorgan der Republik prüft Unternehmen und Tochterunternehmen mit einer Beteiligung der öffentlichen Hand von mindestens 50 Prozent. Österreichweit kontrolliert die Behörde rund 5.800 Einrichtungen.

Die Stadt Wien hält Beteiligungen an rund 260 Unternehmen im In- und Ausland. Wir haben zu rund 150 Unternehmen recherchiert, an denen die Stadt Wien zu mindestens 50 Prozent beteiligt ist.

Bundesunternehmen müssen laut Stellenbesetzungsgesetz Geschäftsführungspositionen im gedruckten Amtsblatt der Wiener Zeitung (bis Juli 2023) und zumindest einer weiteren bundesweit verbreiteten Tageszeitung, beziehungsweise seit Juli 2023 auf der Elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes, evi.gv.at, veröffentlichen. Neben der Veröffentlichung der Ausschreibung muss auch die Stellenbesetzung, und wer daran beteiligt war, veröffentlicht werden.

Die Stadt Wien hat 2024 einen Corporate Governance Kodex veröffentlicht. Damit will die Stadtregierung städtische Unternehmen transparenter machen. Der Kodex umfasst 120 Regelungen, davon 89 verpflichtend. So soll es künftig einen verpflichtenden Frauenanteil von mindestens 40 Prozent geben, Aufsichtsratmitglieder, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, sollen danach automatisch aus dem Gremium ausscheiden und die Vergütung für Geschäftsführung und Aufsichtsrat soll im jeweiligen Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Archiv Amtsblatt Wiener Zeitung

Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (EVI)

Rechnungshof Österreich: Rechtsträger, die der Kontrolle des Rechnungshofes unterliegen (Stand: 1.1.2026)

Bundes Public Corporate Governance Kodex 2017 (B-PCGK 2017)

Wiener Public Corporate Governance Kodex

Transparency International Austria Empfehlungspapier: Mehr Transparenz bei der Besetzung von Top Positionen in staatsnahen Unternehmen

Stadt Wien Magistratsabteilung 5 - Finanzwesen Beteiligungsbericht 2024

Bericht des Rechnungshofes 2024: Obdach Wien gemeinnützige GmbH

Bericht des Rechnungshofes 2024: Wien Energie GmbH Energiehandelsgeschäfte

Stadtrechnungshof Wien 2022: Wien Holding GmbH und Wiener Stadtwerke GmbH, Querschnittsprüfung der Prämiengebarung leitender Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter

Stadtrechnungshof Wien 2020: Wien Holding GmbH und Wien Holding Arena Projektentwicklung GmbH, Prüfung betreffend die Errichtung der Wien Holding Arena

Stadtrechnungshof Wien 2016: Good for Vienna gemeinnützige GmbH, Prüfung der Gebarung

Stadtrechnungshof Wien 2016: Rechenzentrum Wien GmbH, Prüfung der Errichtung und der Erfüllung des Gesellschaftszweckes

Stadtrechnungshof Wien 2012: Wien Holding GmbH, Gründungen von Tochter- und (Ur-)Enkelgesellschaften im Wien Holding-Konzern

Spitzen-Job für ÖVP-Politiker Juraczka ohne Ausschreibung

Stadtrechnungshof soll Wirtschaftsagentur Wien prüfen

Umstrittener Top-Job: Juraczka verdient 14.000 Euro im Monat

Das Thema in anderen Medien

DiePresse.com: Das üppige Firmengeflecht der Stadt Wien

DerStandard.at: Heftige Kritik an hohen Gehältern bei Firmen im Eigentum der Stadt Wien

Correctiv.org: Die Firma Wien

Kurier.at: Wirklich alles notwendig? Das Firmengeflecht der Stadt Wien

DerStandard.at: RH-Kritik an Wien: Hohe Gagen und Profite bei gemeinnütziger Gesiba

DiePresse.com: Wien Holding: Postenvergabe – ohne Ausschreibung


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