menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Stadt Wien: Dutzende Posten ohne Ausschreibung vergeben

47 0
01.04.2026

Über 60 Unternehmen der Stadt Wien vergaben Führungspositionen ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung.

Prüfer wie der Stadtrechnungshof kritisieren regelmäßig fehlende Transparenz, Gesetzesverstöße und ignorierte Empfehlungen bei Postenvergaben.

Die Stadt Wien rechtfertigt sich mit konzerninterner Vergabe ohne Vergütung. Das Gesetz sieht jedoch keine Ausnahmen vor.

Über 60 Firmen der Stadt Wien vergaben Leitungspositionen ohne Ausschreibung.

140 Unternehmen gehören mehrheitlich der Stadt Wien.

Die Gesetzliche Ausschreibungspflicht wurde mehrfach missachtet.

Es gibt jedoch keine Sanktionen bei Verstößen gegen das Stellenbesetzungsgesetz.

Über 60 Unternehmen der Stadt Wien vergaben Führungspositionen ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung.

Prüfer wie der Stadtrechnungshof kritisieren regelmäßig fehlende Transparenz, Gesetzesverstöße und ignorierte Empfehlungen bei Postenvergaben.

Die Stadt Wien rechtfertigt sich mit konzerninterner Vergabe ohne Vergütung. Das Gesetz sieht jedoch keine Ausnahmen vor.

Über 60 Firmen der Stadt Wien vergaben Leitungspositionen ohne Ausschreibung.

140 Unternehmen gehören mehrheitlich der Stadt Wien.

Die Gesetzliche Ausschreibungspflicht wurde mehrfach missachtet.

Es gibt jedoch keine Sanktionen bei Verstößen gegen das Stellenbesetzungsgesetz.

Wohnbaugesellschaften, Museen, Energieversorger, Verkehrsbetriebe, ein Bestattungsunternehmen, ein eigener TV-Sender, sogar eine Flotte von Ausflugsschiffen gehört zum städtischen Wirtschaftsimperium. Das Portfolio der Stadt Wien ist über die Jahre immer größer geworden – und immer intransparenter.

Für dich interessant: Umstrittener Top-Job: Juraczka verdient 14.000 Euro im Monat

140 Firmen gehören mehrheitlich der Stadt Wien. Bei mehr als 60 Unternehmen wurden die aktuellen obersten Leitungspositionen ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung besetzt. Das zeigen Datenrecherchen der WZ.

Es geht um Verwaltungsbetriebe, Dienstleister, Medien- und Sozialunternehmen im Eigentum der Stadt. In dutzenden Fällen hat sich die Verwaltung nicht an das Gesetz gehalten und Stellen verteilt – ohne Kriterien, ohne Ausschreibungen und ohne Kontrolle durch die Opposition. Es sind keine Einzelfälle. Der große Postenschacher hat System in einem fast unüberschaubaren Firmenkonglomerat. Die WZ hat sich durch das Netzwerk gehangelt – und ist auf eine ganze Palette brisanter Vergaben gestoßen.

Unüberschaubares Firmennetzwerk

Die Verwaltung gründete Töchter-, Enkel-, und Urenkelgesellschaften. Oft sind sie untereinander beteiligt. Kritik kommt regelmäßig von Rechnungshof und Stadtrechnungshof: zu hohe Manager:innengehälter bei der Wien Holding und den Wiener Stadtwerken, Interessenkonflikte bei der „Stolz-auf-Wien“-GmbH, riskante Investments der Wien Energie.

Die Stadtregierung besetzt Aufsichtsräte mit hohen Beamt:innen, Geschäftsführer:innen kommen aus dem SPÖ-Umfeld. In manchen Fällen entsteht der Eindruck eines Postenschachers. Das jüngste Beispiel – diesmal mit ÖVP-Nähe – ist die Besetzung des zweiten Geschäftsführers der Wirtschaftsagentur Wien mit dem ehemaligen Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka – ohne öffentliche Ausschreibung, wie die WZ aufgedeckt hat. Kein Einzelfall, wie sich nun zeigt. Dutzende Unternehmen der Stadt Wien haben das Stellenbesetzungsgesetz missachtet.

Das Bundesgesetz schafft Transparenz und Wettbewerb und stellt sicher, dass niemand bevorzugt wird. Es gilt für alle öffentlichen Unternehmen, die der Kontrolle des Rechnungshofes unterliegen. Sie müssen besonders transparent sein, ihre Arbeit nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit erfolgen. Denn sie wirtschaften mit Steuergeld.

Kritik der Prüfer:innen an Postenvergabe

Wie etwa die WH Media GmbH. In der Tochter der Wien Holding ist die Medienarbeit der Stadt gebündelt. Dazu gehört der Wiener Stadtsender W24, eine Digitalagentur und das Headoffice für internationale Öffentlichkeitsarbeit. Laut Website beschäftigt das Unternehmen 348 Mitarbeiter:innen.

Ihre Chefs heißen Marcin Kotlowski und Markus Pöllhuber. Kotlowski machte Karriere in der SPÖ-Kommunikation – er war Sprecher des ehemaligen Bundeskanzlers Werner Faymann (SPÖ) und von Ex-Minister Josef Ostermayer (SPÖ). Pöllhuber ist Medienmanager. Beide sind schon seit vielen Jahren im Unternehmen. Ihre Stellen wurden 2025 neu ausgeschrieben, ihre Besetzungen veröffentlicht – so weit, so gut.

Bei........

© Wiener Zeitung