Warum Österreich (k)eine Fußball-Großmacht ist
Ralf Rangnick hat Österreichs Fußballteam neues Selbstvertrauen gegeben und große Gegner besiegt, was die Erwartungen stark steigen ließ.
Die gestiegene Erwartungshaltung führt zu Realitätsverlust, obwohl Österreichs Kaderwert und Spielerqualität nur Mittelmaß sind.
Österreich tritt zwar wie eine Fußballgroßmacht auf, ist aber nach objektiven Kriterien keine und schwankt zwischen Euphorie und Enttäuschung.
Rangnick seit Frühjahr 2022 Teamchef, Punkteschnitt: 1,93 pro Partie
Gruppensieg bei EM 2024 vor Frankreich und Niederlande
Kaderwert Österreich: 260 Mio. Euro, Türkei: 460 Mio., Norwegen: 500 Mio.
Von 37 Spielen unter Rangnick nur 6 verloren
Ralf Rangnick hat Österreichs Fußballteam neues Selbstvertrauen gegeben und große Gegner besiegt, was die Erwartungen stark steigen ließ.
Die gestiegene Erwartungshaltung führt zu Realitätsverlust, obwohl Österreichs Kaderwert und Spielerqualität nur Mittelmaß sind.
Österreich tritt zwar wie eine Fußballgroßmacht auf, ist aber nach objektiven Kriterien keine und schwankt zwischen Euphorie und Enttäuschung.
Rangnick seit Frühjahr 2022 Teamchef, Punkteschnitt: 1,93 pro Partie
Gruppensieg bei EM 2024 vor Frankreich und Niederlande
Kaderwert Österreich: 260 Mio. Euro, Türkei: 460 Mio., Norwegen: 500 Mio.
Von 37 Spielen unter Rangnick nur 6 verloren
Auf eines konnte man sich hierzulande fast immer verlassen: Österreicher:innen finden auf zwei Brettern blind einen eisigen Hang hinunter – aber sobald sie einen Ball am Fuß haben und ein Tor vor sich, versagen sie. Als der Austro-Kroate Ivica Vastić bei der WM 1998 ein Tor erzielte, jubelte die Krone: „Ivo, jetzt bist du ein echter Österreicher“. Darauf ergoss sich Spott: Ein echter Österreicher hätte doch mit Sicherheit vorbeigeschossen.
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Ralf Rangnick hat dem Land den Minderwertigkeitskomplex ausgetrieben. Der Deutsche hat gleich zu Beginn erklärt, dass Österreich künftig überall gewinnen könne und man sich vor keinem Gegner mehr fürchten müsse. Tatsächlich wurden seit seinem Amtsantritt im Frühjahr 2022 so viele Kaliber besiegt wie seit Jahrzehnten nicht: Kroatien, Deutschland, Italien, die Niederlande, dazu Unentschieden gegen Frankreich und Belgien. Stürmer Michael Gregoritsch hat mir vor wenigen Tagen erzählt: „Der Trainer behandelt uns wie Superhelden – und wir gehen aufs Feld, als hätten wir Superkräfte“. Es ist erfrischend, dass da ein Trainer seiner Mannschaft alles zutraut, alles erreichen will, und dass Österreich so weltmännisch auftritt wie selten zuvor.
Das Problem: Der einst tief im Land verankerte Minderwertigkeitskomplex schlägt in Maßlosigkeit um.
Das zeigte sich bereits auf........
