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Eine CO2-Pipeline durch die Alpen

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16.04.2026

Das Umweltbundesamt sieht CCS als notwendig für Österreichs Klimaziele, erfordert aber ein 1.000 km langes Pipeline-Netz und hohe Investitionen.

Die Gesamtkosten bis 2040 betragen 10,7 Milliarden Euro, wobei ohne staatliche Förderung CCS für die meisten Anlagen wirtschaftlich nicht tragbar ist.

Die Umsetzung hängt von politischen Entscheidungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Ausbau erneuerbarer Energie ab.

Bis 2040 könnten 9,2 Mio. Tonnen CO₂/Jahr abgeschieden werden (13 % der Emissionen).

Gesamtkosten bis 2040: 10,7 Mrd. Euro, davon 4 Mrd. für das Pipeline-Netz.

Pipeline-Netz müsste rund 1.000 km lang sein.

Erster CCS-Anlagenbetrieb in Österreich frühestens 2030 geplant.

Das Umweltbundesamt sieht CCS als notwendig für Österreichs Klimaziele, erfordert aber ein 1.000 km langes Pipeline-Netz und hohe Investitionen.

Die Gesamtkosten bis 2040 betragen 10,7 Milliarden Euro, wobei ohne staatliche Förderung CCS für die meisten Anlagen wirtschaftlich nicht tragbar ist.

Die Umsetzung hängt von politischen Entscheidungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Ausbau erneuerbarer Energie ab.

Bis 2040 könnten 9,2 Mio. Tonnen CO₂/Jahr abgeschieden werden (13 % der Emissionen).

Gesamtkosten bis 2040: 10,7 Mrd. Euro, davon 4 Mrd. für das Pipeline-Netz.

Pipeline-Netz müsste rund 1.000 km lang sein.

Erster CCS-Anlagenbetrieb in Österreich frühestens 2030 geplant.

Vergangene Woche hat das Umweltbundesamt ein Dokument veröffentlicht, das sowohl für Wirtschaft und Wohlstand in Österreich, unsere Klimapolitik und unsere Geldbörsen ziemlich entscheidend sein könnte. Es geht um eine knapp 70-seitige Studie über Carbon Capture and Storage (CCS) in Österreich. Sie ist die bisher detaillierteste Durchrechnung dessen, was es kosten würde, in Österreich tatsächlich CO2-Abscheidung samt Pipeline-Netz aufzubauen – und wer dafür wie viel zahlen könnte.

Kennst du schon?: Was dir die neue Industriestrategie bringt

Was ist Carbon Capture and Storage?

Hinter dem Kürzel „Carbon Capture and Storage“ steht eine eigentlich recht simple Idee: Wenn wir CO2 aus dem Rauchgas einer Industrieanlage herausfiltern, können wir es verflüssigen, in eine Pipeline einspeisen, irgendwohin transportieren und tief unter der Erde dauerhaft einlagern. Damit gelangt es nicht in die Atmosphäre und trägt somit auch nicht zum Klimawandel bei.

Brauchen werden wir das Ganze, weil Österreichs Ziel der Klimaneutralität bis 2040 ohne CCS schwer (read: gar nicht) zu erreichen sein wird. In manchen Industrien – der so genannten „hard-to-abate“-Klasse – entstehen die CO2-Emissionen nämlich nicht (nur) durch die Verbrennung von Kohle oder Gas (die könnte man durch erneuerbaren Strom ersetzen), sondern durch den Produktionsprozess selbst. Wenn man Zement brennt, wird aus Kalkstein Kalk – und das CO2, das dabei........

© Wiener Zeitung