Social-Media-Verbot: Gut gedacht, schlecht gemacht?
„Meine Eltern erlauben mir TikTok, Instagram oder YouTube am Handy nicht“, sagt Diana, 14 Jahre alt. „Aber ich habe es trotzdem am Laptop.“ Ein Satz, fast wie selbstverständlich ausgesprochen und doch mit leiser Ironie. Er zeigt, dass elterliche Verbote im digitalen Alltag oft nur begrenzt wirksam sind.
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Beim Landesfinale des Jugend-Redewettbewerbs von WienXtra, wo Jugendliche auf einer Bühne über Politik, Gesellschaft, die Weltlage und das, was sie persönlich beschäftigt, sprechen, sind viele der Teilnehmer:innen reflektiert und aufmerksam –ein Eindruck, der gängigen Klischees über Jugendliche und Soziale Medien widerspricht. Die WZ hat acht Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren zum geplanten Verbot befragt. Manche wären von einem Verbot selbst betroffen, andere nicht. Der überraschende Befund: Kaum jemand verteidigt soziale Medien reflexhaft. Einige halten ein Verbot für unter 14 für nachvollziehbar. Und gleichzeitig trauen sie dem Verbot kaum zu, ihren digitalen Alltag tatsächlich zu verändern.
Ich sehe schon ein Problem mit Social Media.
Der Wunsch nach Schutz und Regulierung
Diana gehört zu jenen, die den Schutzgedanken ernst nehmen. Soziale Medien spielen zwar „schon eine große Rolle in meinem Leben“, sagt sie, aber sie verbindet damit auch einen langfristigen Schaden, der gerade junge Nutzer:innen treffe. „Wenn man das Verbot schon ab zwölf oder vierzehn Jahren einführen würde, wäre das, glaube ich, schon sehr hilfreich.“ Für sie liegt das Problem nicht nur in den Inhalten, sondern im Alter, in dem diese Inhalte auf Kinder treffen. Kinder und junge Jugendliche hätten noch keinen Filter, um zwischen „guten“ und schädlichen Inhalten zu unterscheiden. Ähnlich argumentiert Leonie, 16 Jahre alt. Social Media habe „schon einen großen Nutzen“, betont sie, fügt aber sofort hinzu, dass gerade jüngere Nutzer:innen psychisch darunter leiden, sich ständig zu vergleichen. Junge Mädchen, die sich mit Influencer:innen und deren „unrealistischen Körpern“ messen, nennt sie als Beispiel. Auch der 16-jährige Maximilian sieht das Problem. Bei Plattformen wie TikTok, sagt er, könnten sich Menschen „sehr schnell radikalisieren.“ Meinungen würden gepusht, Filterblasen verstärkt. Er spricht davon, dass man nur noch höre, „was man sowieso schon denkt“. Verbieten sei vielleicht nicht das richtige Mittel, sagt er. „Aber ich sehe schon ein Problem........
