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Der Bruch zwischen Trump und Katholik:innen ist vollbracht

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25.04.2026

Donald Trump griff Papst Leo XIV. öffentlich an und verbreitete ein KI-Bild, das ihn als Jesus darstellt, was Empörung auslöste.

Die US-Bischofskonferenz und viele Katholik:innen distanzierten sich daraufhin deutlich von Donald Trump und kritisierten sein Verhalten scharf.

Der Bruch zwischen Donald Trump und dem katholischen Wählerblock in den USA gilt als tiefgreifend und kaum noch reparabel.

Mehrheit der US-Katholik:innen wählte 2024 Trump, nun deutlicher Bruch.

Papst Leo XIV. wurde öffentlich von Trump verbal angegriffen.

US-Bischofskonferenz verteidigte Papst Leo XIV. gegen Trump.

Über 2/3 der weißen Evangelikalen unterstützen weiterhin Trump.

Donald Trump griff Papst Leo XIV. öffentlich an und verbreitete ein KI-Bild, das ihn als Jesus darstellt, was Empörung auslöste.

Die US-Bischofskonferenz und viele Katholik:innen distanzierten sich daraufhin deutlich von Donald Trump und kritisierten sein Verhalten scharf.

Der Bruch zwischen Donald Trump und dem katholischen Wählerblock in den USA gilt als tiefgreifend und kaum noch reparabel.

Mehrheit der US-Katholik:innen wählte 2024 Trump, nun deutlicher Bruch.

Papst Leo XIV. wurde öffentlich von Trump verbal angegriffen.

US-Bischofskonferenz verteidigte Papst Leo XIV. gegen Trump.

Über 2/3 der weißen Evangelikalen unterstützen weiterhin Trump.

Ein Sonntag vor der katholischen „Cathedral of Christ the Light“ am Rande von Downtown Oakland. Der Gottesdienst an diesem sonnigen Morgen war mehr als gut besucht, fast 300 Gläubige füllten die Reihen in dem beeindruckenden Gotteshaus, einem Neubau aus dem Jahr 2008. Javier, ein Mann Mitte 30, ist jeden Sonntag hier. Zumindest versucht er es, wie er mit starkem spanischem Akzent sagt. Aber gerade ist es ihm besonders wichtig, seine Verbundenheit zur katholischen Kirche zu zeigen. Warum? Er grinst und sagt nur: „Trump“.

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So wie ihm geht es hier vielen. Die verbalen Angriffe von Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV. kommen bei den Gottesdienstbesucher:innen der Oakland Kathedrale nicht gut an. Der Papst sei ein Mann des Friedens, meint Catherine, eine grauhaarige Frau Ende 50. „Trump greift ihn an wie einen politischen Gegner. Das geht gar nicht.“ Und was ist mit dem KI-Bild, das der Präsident auf seinem Truth Social Netzwerk geteilt hat, das ihn als Jesus darstellt, der einem scheinbar kranken Mann die Hand auf die Stirn legt? Catherine rollt nur mit den Augen. Das sei einfach unmöglich.

Hier in Oakland, in der Stadt, in der Kamala Harris aufgewachsen ist, findet man kaum jemanden, der bei der letzten Wahl für Donald Trump gestimmt hat. Die klaren Worte vor der Cathedral of Christ the Light kommen da also nicht unerwartet. Das hier ist nicht „Trump Country“. Doch bei der Wahl 2024 votierte eine Mehrheit der katholischen Wähler:innen in den USA für Trump. Seine zahlreichen Ehen, seine verbalen Tiefschläge, sein Playboy-Image, seine Skandale, seine Lügen und Verunglimpfungen – über all das wurde geflissentlich hinweggesehen. Trump stand für viele Katholik:innen als Kämpfer gegen Abtreibung. Das war für sie der ausschlaggebende Grund, für ihn zu........

© Wiener Zeitung