Iran-Connection: Die Mullahs an der Düsseldorfer Kö
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Die diskrete Iran-Connection: Die Mullahs an der Düsseldorfer Kö
05. März 2026 | Oliver Stock
Vom Schah bis zum Mullah-Regime: Jahrzehntelang war Deutschland einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Irans. Ein Büro auf der Königsallee zeigt, wie dieses Netzwerk bis heute funktioniert
Edle Autos vor der Tür, Designerläden im Erdgeschoss, diskrete Büros darüber: Die Königsallee in Düsseldorf ist eine Straße für Luxus. Wer hier einzieht, sucht eine honorige Adresse, aber nicht unbedingt die Aufmerksamkeit. Marmorfarbene Fassade, unaufgeregt, geschniegelt wie die ganze Straße. Genau deshalb passt das Haus mit den Nummern 76 und 78 so gut zu einem Mieter, der seit Jahren möglichst wenig auffallen möchte. Hinter einer Tür im zweiten Stock sitzt eine Organisation, die seit Jahrzehnten Teil der wirtschaftlichen Außenstrategie der Islamischen Republik Iran ist: die IFIC Holding AG. IFIC steht für Iran Foreign Investment Company, eine staatliche Investmentgesellschaft mit Sitz in Teheran. Ihre Aufgabe: iranische Beteiligungen im Ausland verwalten, Geld anlegen, Vermögenswerte sichern.
In dieser Woche klingelt ein Reporter der Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ an der Tür. Er berichtet darüber: Eine Glasscheibe gibt den Blick ins Büro frei. Ein Mann schaut kurz auf, verschwindet wieder. Stattdessen öffnet sich die Tür gegenüber. Ein älterer Herr mit Bart erscheint im Rahmen. Ob er Fragen zu den Aktivitäten der IFIC beantworten könne? „Wir brauchen nicht mit Journalisten zu reden“, sagt er laut „Wirtschaftswoche“. Dann ist das Gespräch beendet, bevor es begonnen hat.
Diskrete Verbindungen
Das Schweigen passt zu einer Struktur, die seit Jahrzehnten diskret arbeitet. Denn der Iran nutzt Deutschland schon lange als wirtschaftliche Plattform. Die Verbindung reicht weit zurück,........
