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Europas Versorgung in der Krise: „Energie wird immer knapp bleiben“

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30.04.2026

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Europas Versorgung in der Krise: „Energie wird immer knapp bleiben“

30. April 2026 | Christoph Sackmann | Lesezeit: 5 Min.

Europa steckt erneut in einer Energiekrise. Experten auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel diskutieren, warum Energiemix, Gaskraftwerke, Biomethan und Kernfusion entscheidend werden.

Bis zu zwölf Millionen Barrel pro Tag fehlen dem globalen Ölmarkt derzeit wegen des Iran-Krieges. „Das erinnert mich an das erste Corona-Jahr“, sagt Greg Hands, ehemaliger Handelsminister Großbritanniens, auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel. „Damals waren es acht Millionen Barrel und das führte bereits zu einer großen Krise.“ In Deutschland sind es vor allem die Spritpreise, die deswegen nach oben schießen. Kerosin für die Luftfahrt wird nicht nur teuer, sondern auch rar. Für Heike Freund, COO des Kernfusions-Unternehmens Marvel Fusion aus München, ist das kein vorübergehender Zustand. „In unserer Lebenszeit wird Energie wohl immer ein knappes Gut sein“, sagt sie.

Die Frage für die Politik ist also, wie sie diesen Mangel am besten moderiert. Weltweit läuft gerade eine Energiewende, bei der vor allem fossile Energien wie Öl und Kohle keine Rolle mehr spielen sollen. Doch was kommt dann? Hands erinnert an den Ausspruch des berühmten britischen Premierministers Winston Churchill: „Sicherheit und Verlässlichkeit liegen in Vielfalt – und allein in Vielfalt.“ Das ist allerdings leicht abgewandelt, denn Churchill sprach nicht wie Hands meint über verschiedene Energie-, sondern Ölquellen.

Trotzdem lässt es sich auf die heutige Situation übertragen: „Wir brauchen mehr verschiedene Energiequellen: erneuerbare Energien,........

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