Düstere Erhabenheit und glitzernder Pop
K ann es sein, dass die Angst vor Krieg zum neuen Wetterbericht geworden ist? Die Zukunft fühlt sich an wie jetzt. Wir sind zu viert in meiner Einraumwohnung und versuchen uns zu erinnern, wofür es sich zu leben lohnt.
Ich frage mich, warum nicht immer alle bei mir abhängen und Pandeiro spielen. Oder politische Zusammenhänge anhand alltäglicher Beispiele erörtern. Warum nicht öfter das zweite Album von Kendrick Lamar aus den Boxen tönt, während ein Freund aus der Küche ruft: „Mach mal lauter“. Er zieht an seinem Joint, der für alle anderen zu stark ist. Seltsam, dass ich den Song, der nach Indierock aus der Jugend und Cloud-Rap aus der Gegenwart klingt, noch nie gehört habe. Die Musik wechselt, Haiyti. Ich klopfe den Offbeat auf der Fensterbank mit und vergesse kurz meine privaten........
