Als eine gelbe Broschüre viral ging
E s ist Januar im Berlin des Jahres 1888. Sechs Frauen warten auf die Entscheidung des Preußischen Abgeordnetenhauses über ihre Petition. Sie kämpfen um den Zugang zu höherer Bildung für Mädchen.
Im Deutschen Kaiserreich sind zunehmend mehr Frauen des Bürgertums auf Erwerbsarbeit angewiesen, durch die Industrialisierung gerät das traditionelle Versorgermodell ins Wanken.
Dennoch ist mehr Bildung für Mädchen nicht vorgesehen, und so schmettert das Abgeordnetenhaus die Petition der Frauen ab, ohne diese oder die beiliegende kleine Schrift im gelben Einband, die die Forderungen erklärt, großartig zu würdigen. Ein Fehler, denn obwohl die Petition erfolglos blieb, sollte die „Gelbe Broschüre“ entscheidend zur deutschen Frauenbewegung beitragen.
Geschrieben hat sie die 1848 geborene........
