Warum interessieren wir uns für Jane Doe?
A ls ich im Urlaub Instagram öffne, lese ich einen Satz immer wieder: „I am Jane Doe.“ Mehrheitlich Frauen erzählen, wie sie sexualisierte Gewalt erlebt haben. Ihre Posts sind eine Solidaritätsbekundung mit einer US-amerikanischen Studentin, deren Namen der Öffentlichkeit nicht bekannt ist. Deren Geschichte in den vergangenen Wochen aber um die Welt gegangen ist.
2024 soll die damals 20-Jährige an der Eliteuniversität Cornell von sieben Studenten der Verbindung „Chi Phi“ vergewaltigt worden sein. Jane Doe soll leicht angetrunken in das Verbindungshaus gekommen sein, dort hätten Männer sie gedrängt mehr zu trinken und Drogen zu nehmen, um sie dann im nicht mehr klaren Zustand über sieben Stunden hinweg zu vergewaltigen. So schildert die Frau es in der Anklageschrift. Die Männer streiten die Vorwürfe ab. Im Netz verbreiten sich Screenshots des Gruppenchats von „Chi Phi“. Einer schrieb: „free pussy“. Eine Einladung die Frau zu........
